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Euro und Pfund nach Brexit-Referendum abgestürzt

Währung Euro und Pfund nach Brexit-Referendum abgestürzt

Die Entscheidung der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union hat zu heftigen Turbulenzen am Devisenmarkt geführt. Der Eurokurs gab am Freitag deutlich nach, das britische Pfund rutschte auf den tiefsten Stand seit 1985 ab.

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Nach dem Brexit-Votum rutsche das britische Pfund auf den tiefsten Stand seit 1985 ab.

Quelle: Andy Rain

Frankfurt/Main. Die als sichere Häfen geltenden Währungen Yen und Franken waren unterdessen stark im Aufwind. "Die Marktreaktionen fielen heftig aus - aber nichts anderes war zu erwarten", kommentiert Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte bei der Commerzbank. Führende Notenbanken haben unterdessen ihre Bereitschaft zum Eingreifen betont.

Der Euro verlor zwischenzeitlich etwa 3,5 Prozent an Wert und fiel bis auf 1,0913 US-Dollar. Das war der tiefste Stand seit März. Da sich viele Marktteilnehmer in den vergangenen Handelstagen auf einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union eingerichtet hatten, waren die Ausschläge ungewöhnlich hoch. Am Nachmittag hatte sich der Euro wieder etwas erholt und lag bei 1,1100 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1066 (Donnerstag: 1,1389) Dollar festgesetzt.

Neben dem geschwundenen Vertrauen in die EU schwächten auch Erwartungen weiterer geldpolitischer Lockerungen in Reaktion auf den Brexit den Euro. JPMorgan-Experte David Mackie geht davon aus, dass die EZB den Leitzins weiter senken und das Anleihekaufprogramm noch stärker ausweiten wird. Die EZB betonte, man sei bereit, "falls nötig, den Märkten zusätzliche Liquidität in Euro und anderen Währungen bereitzustellen."

Unterdessen sorgte die Reaktion auf das Brexit-Votum vor allem beim Pfund für einen Ausverkauf. Die britische Währung fiel zwischenzeitlich bis auf 1,3229 Dollar. Das war der tiefste Stand seit dem Jahr 1985. Damit war das Pfund rund elf Prozent billiger als in der Nacht, als die britische Währung zeitweise noch etwas mehr als 1,50 Dollar gekostet hatte. Am Nachmittag lag das Pfund bei 1,3795 Dollar.

Die Schweizer Notenbank schritt am Freitag gleich zur Tat. Man habe am Devisenmarkt eingegriffen, um die Situation zu stabilisieren und werde am Markt aktiv bleiben, teilte die Notenbank mit. Der Franken hatte zuvor kräftig zugelegt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80750 (0,76595) britische Pfund, 113,23 (120,38) japanische Yen und 1,0808 (1,0876) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1313,85 (1262,15) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 370,00 (35 180,00) Euro.

dpa

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