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Erneut Streiks bei Amazon in Koblenz

Tarife Erneut Streiks bei Amazon in Koblenz

Im Konflikt zwischen Verdi und dem Online-Händler Amazon ist kein Ende in Sicht. Der US-Konzern lehnt einen Tarifvertrag weiter ab, die Gewerkschaft bleibt bei ihrer Streiktaktik.

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Im Amazon-Logistikzentrum in Koblenz wird gestreikt.

Quelle: Thomas Frey

Koblenz. Mitten im Ostergeschäft hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu Streiks beim US-Versandriesen Amazon aufgerufen.

Die Aktion am Standort Koblenz habe mit der Nachtschicht am Montagabend um 22.00 Uhr begonnen, teilte Verdi mit. Beendet werden solle sie mit Ende der Spätschicht an diesem Mittwoch (23. März).

"Es kann vor Ostern auch jederzeit kurzfristig an einem anderen Amazon-Standort zum Streik kommen. Wo und wann genau, lassen wir noch offen", sagte Verdi-Sprecherin Eva Völpel am Dienstag. Bundesweit gibt es noch acht weitere Versandzentren des Online-Händlers.

Gewerkschaftssekretär Marko Bärschneider sagte, insgesamt beteiligten sich von drei Schichten rund 200 der etwa 1500 Koblenzer Beschäftigen am Streik. "Das stört Amazon schon gewaltig. Hier ist eine super Stimmung.

Wir sind sehr zufrieden mit dem Streik." Amazon solle den Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel Rheinland-Pfalz anerkennen. Ohne erkennbare Bereitschaft zu Verhandlungen müsse das Unternehmen immer wieder mit Streiks rechnen.

Amazon-Sprecherin Anette Nachbar betonte dagegen: "Wir sehen keinerlei Beeinträchtigung." In der Frühschicht hätten sich am Dienstag in Koblenz weniger als 60 Mitarbeiter am Streik beteiligt. Bundesweit habe Amazon aber rund 11 000 Beschäftigte. "Wir freuen uns, dass unsere Kunden ihre Osterpakete pünktlich bekommen werden", versicherte Nachbar. Bei Streiks würden auch andere Amazon-Standorte einspringen.

Seit Frühjahr 2013 ruft Verdi immer wieder zu Arbeitsniederlegungen auf. Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag, und zwar nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das würde für die Mitarbeiter mehr Sicherheit und höhere Löhne bedeuten. Das US-Unternehmen sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des in dieser Branche Üblichen.

dpa

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