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Energiehaus Dresden expandiert

Stromhandel Energiehaus Dresden expandiert

Die Energiehandels-Genossenschaft „Energiehaus Dresden“ wächst und will weiter expandieren. In nächster Zukunft soll der Kreis der Strom-, Wärme- und Gas-Abnehmer um 50 Prozent auf rund 15.000 Kunden wachsen.

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Die Energiehaus-Genossenschaft kauft ihren Strom bei Kraftwerken ein.

Quelle: Andreas Doering

Dresden. Die Energiehandels-Genossenschaft „Energiehaus Dresden“ wächst und will weiter expandieren. In nächster Zukunft soll der Kreis der Strom-, Wärme- und Gas-Abnehmer um 50 Prozent auf rund 15.000 Kunden wachsen, kündigten die Energiehaus-Vorstände Sebastian Brandt und Ronny Leszkiewicz am Mittwoch an. „Wir erwägen auch, uns in Zukunft eventuell an energieproduzierenden Unternehmen finanziell zu beteiligen“, sagte Sebastian Brandt. Die Dresdner Genossenschaft beliefert derzeit 10.000 Kunden im gesamten Bundesgebiet mit Energie, die die Dresdner wiederum bei Strom- und Gaserzeugern eingekauft haben.

Bürgerinitiativen, Rentner und andere Dresdner, die die Nase vom Preisdiktat der großen Energieversorger voll hatten, gründeten das „Energiehaus“ im Januar 2007. Ziel: Anders als privatwirtschaftliche Konzerne oder Stadtwerke soll die Genossenschaft kaum Gewinne machen, sondern vor allem Energie erwerben und möglichst billig an die Mitglieder weiterverkaufen.

Ab September 2009 begann die „Energiehaus eG“, die ersten knapp 1000 Genossenschaftler im Raum Dresden mit eingekauftem Erdgas zu beliefern, das sie über die Drewag- und ENSO-Netze weiterverteilte. 2010 folgten dann die ersten Strom-Auslieferungen.

Seitdem ist die Genossenschaft als Anbieter in immer mehr Bundesländer expandiert. Der Umsatz legte im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent auf 14,21 Millionen Euro zu. Der Gewinn wuchs um eher bescheidene 1000 auf 101.000 Euro. Zehn Prozent davon wollen die Vorstände als Dividende an die Genossenschafts-Mitglieder ausschütten. Die Energiehaus eG beschäftigt inzwischen zwölf Mitarbeiter (inklusive Chefs). Zwei weitere Arbeitsplätze sollen in diesem Jahr im Zuge der Expansion hinzukommen, versprach Ronny Leszkiewicz.

Auch „grünen“ Strom bieten die Genossenschaftler an. Den mussten sie aber selber von weit her einkaufen – nämlich von einem Wasserkraftwerk in der Schweiz. „Das war so ziemlich die einzige Quelle für uns, um noch an bezahlbare erneuerbare Energie zu kommen“, erklärte Vorstand Brandt. Denn die meisten deutschen Solar- und Windenergie-Erzeuger haben längst größere und lukrativere Abnehmer für ihren Ökostrom gefunden und generell werde der Preiswettbewerb immer härter.

Von Heiko Weckbrodt

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