Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
EnBW will Sparkurs wegen Strompreis-Verfall verschärfen

Energie EnBW will Sparkurs wegen Strompreis-Verfall verschärfen

Die großen Energieversorger in Deutschland bleiben in einer schwierigen Situation: Die Energiewende kostet Ertrag und zwingt zu hohen Investitionen. Die EnBW reagiert mit einem verstärkten Sparkurs.

Voriger Artikel
Abkühlung der Weltwirtschaft dämpft deutschen Export
Nächster Artikel
Bafin sorgt sich wegen Niedrigzinsen um Pensionskassen

Sorgenvoller Blick: EnBW-Chef Frank Mastiaux kündigt einen verschärften Sparkurs an.

Quelle: Uwe Anspach

Karlsruhe. Deutschlands drittgrößter Energieversorger EnBW muss seinen Sparkurs verschärfen. "Der Umbruch der Energiemärkte beschleunigt sich nicht nur, er erreicht eine neue Qualität", sagte EnBW-Vorstandschef Frank Mastiaux bei der Hauptversammlung.

Mit dem aktuellen Strompreis stehe das Unternehmen an der Schwelle der Wirtschaftlichkeit der gesamten Erzeugung. Der Verfall des Großhandelspreises auf aktuell nur noch knapp 20 Euro pro Megawattstunde habe seit 2012 bereits rund 1,5 Milliarden Euro Ergebnis gekostet.

Das 750 Millionen Euro schwere Effizienzprogramm bis 2015 und geplante weitere Einsparungen von 400 Millionen Euro bis 2020 reichen nach Mastiauxs Überzeugung nicht. "Wir müssen nachlegen." Einzelheiten nannte er aber nicht.

Als Bedrohung für die Investitionsfähigkeit sieht Mastiaux den Vorschlag der Regierungskommission zur Finanzierung des Atomausstiegs. Grundsätzlich sei der Vorschlag eines staatlichen Fonds gut. Den geforderten Risikoaufschlag von mehr als sechs Milliarden Euro halte er aber nicht für gerechtfertigt. "Es muss allen Beteiligten klar sein, dass uns durch die Höhe des Risikoaufschlags viel Investitionskraft genommen wird." Gleichzeitig bekräftigte Mastiaux die Absicht, weiter stark in Sonnen- und Windenergie zu investieren.

Die Aktionäre, fast vollständig die öffentliche Hand wie das Land Baden-Württemberg, müssen mit einer geringeren Dividende auskommen. Sie sinkt von 69 Cent im Vorjahr auf 55 Cent. EnBW war 2015 in die Gewinnzone zurückgekehrt und hatte einen Überschuss von fast 125 Millionen Euro erzielt. Hauptgrund waren jedoch Wertpapierverkäufe.

Für das laufende Jahr geht Mastiaux wegen des sich verschlechternden Marktumfelds von einem sinkenden operativen Ergebnis aus. Die Zahlen für das erste Quartal sollen am Freitag veröffentlicht werden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 170,60%
Crocodile Capital MF 121,61%
Polar Capital Fund AF 106,75%
Fidelity Funds Glo AF 100,02%
Morgan Stanley Inv AF 96,13%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr