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Edeka baut Kelterei in Rötha aus: 14 neue Säfte aus Sachsen

Edeka baut Kelterei in Rötha aus: 14 neue Säfte aus Sachsen

Die Supermarktkette Edeka investiert weiter kräftig in ihre Groß­kelterei in Rötha. In diesem Jahr würden weitere 5,3 Millionen Euro in den Ausbau des vor zwei Jahren übernommenen Standorts investiert, kündigte Edeka-Sprecher Gernot Kasel gegenüber der Leipziger Volkszeitung an.

"Damit erhöhen sich die Gesamtinvestitionen in diesen Standort auf 12,6 Millionen Euro."

Im vergangenen Jahr hatte Edeka bereits 7,3 Millionen Euro in die Kelterei südlich von Leipzig gesteckt. "Hier wurde beispielsweise eine neue PET-Abfüllanlage errichtet, die Prozesstechnik modernisiert und die Gebäude weiter saniert", zählte Kasel die einzelnen Maßnahmen am Standort auf. "Zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen werden in diesem Jahr noch abgeschlossen." Zusätzlich werde Geld in die Verbesserung der Infrastruktur am Standort eingeplant.

Die Investitionen seien Teil eines kräftigen Ausbaus des Standorts. "Das Sortiment, das wir in Rötha produzieren, wurde im vergangenen Jahr deutlich ausgebaut", sagte Kasel. "So kamen beispielsweise 14 neue Premium-Säfte der Eigenmarke Edeka hinzu." Die Säfte seiner Eigenmarken, zu der neben Edeka auch "gut & günstig" gehört, lässt die Handelskette in Rötha herstellen und bietet sie dann bundesweit in ihren Supermärkten an.

Die Traditionsmarke Röthaer, die ­Edeka nach dem Einstieg zunächst im Sortiment gelassen hatte, ist aber inzwischen verschwunden. Der vor allem in Tetra-Paks verkaufte Saft wurde Ende 2014 aus dem Programm genommen. Edeka hatte schon nach dem Einstieg angekündigt, die Marke Röthaer nur noch regional im Angebot zu lassen. Nach der Einstellung konzentriert sich die Produktion jetzt voll auf die Hausmarken der Mutter.

Edeka hatte die Kelterei in Rötha Anfang 2013 zusammen mit dem insolventen Mutterbetrieb Elro aus Rostock übernommen. Unter dem neuen Firmennamen Sonnländer wurden die beiden Standorte in den Edeka-Konzern integriert. "Sonnländer ist eine Erfolgegeschichte für Edeka", sagte Kasel. "Wir haben in kurzer Zeit einen hochmodernen, kompetenten Fruchtsaftproduzenten im Edeka-Verbund verankert." Davon profitiere auch die Handelsgruppe. "Mit Sonnländer können wir schnell auf aktuelle Trends und Marktentwicklungen im Fruchtsaftsegment reagieren."

Der Ausbau des Standorts hat auch zu neuen Jobs in Rötha geführt: "In den vergangenen zwei Jahren haben wir in Rötha 17 neue Arbeitsplätze geschaffen", sagte Kasel. Bei der Übernahme durch Edeka Anfang 2013 hatte die Großkelterei Rötha rund 100 Mitarbeiter. Weitere elf kamen bei der Elro-eigenen Spedition hinzu, die Edeka ebenfalls übernahm.

In der Großkelterei in Rötha war bereits vor dem Edeka-Einstieg für die Handelsgruppe produziert worden, damals als reine Auftragsproduktion. Als die Elro-Gruppe im September 2012 in die Insolvenz rutschte, drohte dem ­Einzelhändler dann der Lieferant für die Eigenmarken abhanden zu kommen. Als der Insolvenzverwalter wegen leerer Kassen in Rostock und Rötha die Produktion stoppen musste, beschloss Edeka kurzerhand, selbst einzusteigen. Die Produktion wurde zügig wieder hochgefahren. Bereits Mitte 2013 wurde dann in Rötha mit ersten Modernisierungsmaßnahmen begonnen.

Die Großkelterei Rötha kann auf eine mehr als 130-jährige Geschichte zurückblicken. Sie hatte den Betrieb 1882 aufgenommen - zu einer Zeit, als der ortsansässige Freiherr von Friesen begann, Rötha zur Gartenstadt umzugestalten. Neben dem Weinbau, den es in Rötha schon seit dem 15. Jahrhundert gab, wurde verstärkt Obst angebaut. Weil die Ernte Jahr für Jahr zunahm und die Nachfrage des Leipziger Marktes überstieg, wurde mit den Ernteüberschüssen Apfelwein hergestellt. Dafür entstand die heutige Großkelterei.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.06.2015

Frank Johannsen

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