Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Deutscher Unternehmer will bei Air Baltic einsteigen

Luftverkehr Deutscher Unternehmer will bei Air Baltic einsteigen

Ein deutscher Unternehmer sieht gute Perspektiven für die lettische Fluggesellschaft und will ein Fünftel des Staatsunternehmen übernehmen. Das Vorhaben stößt aber auf Widerstände im Baltenstaat.

Voriger Artikel
2500 Ex-Opel-Mitarbeiter in Bochum noch ohne neuen Job
Nächster Artikel
UFO will Einigung zwischen Verdi/Lufthansa genau anschauen

Ralf Dieter Montag-Girmes während einer Pressekonferenz im lettischen Riga. 

Quelle: Valda Kalnina

Riga (dpa) - Der deutsche Unternehmer Ralf-Dieter Montag-Girmes will bei der lettischen Fluglinie Air Baltic einsteigen. Für 52 Millionen Euro möchte der 52-jährige Investor 20 Prozent der Anteile übernehmen.

"Die Gesellschaft hat in den vergangenen drei Jahren ein sehr erfolgreiches Restrukturierungsprogramm abgewickelt und erwirtschaftet nachhaltige Gewinne", sagte Montag-Girmes der Deutschen Presse-Agentur in Riga. Er sehe aussichtsreiche Perspektiven für das Staatsunternehmen. 

Die Fluggesellschaft habe eine sehr günstige Kostenposition, sagte Montag-Girmes. Als Erstbetreiber der neuen Bombardier CS300 und mit der geplanten Einführung eines neuen Regionalflugzeugs werde Air Baltic zudem "eine der jüngsten und effektivsten Flotten in Europa und als regionale Fluggesellschaft" haben. Profitieren könne sie von den jüngsten Pleiten der Fluglinien der baltischen Nachbarländer.  

Seine bislang größte Investition will der Unternehmer aus eigenen Mitteln finanzieren. "Ich bin kein armer Mann", sagte Montag-Girmes jüngst auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz von Air Baltic. "Das ganze Geld stammt aus meinem Privatvermögen".

In Lettland gibt es wegen der Finanzkraft und Geschäftsbeziehungen mit Russland Vorbehalte gegen Montag-Girmes, der als Berater bei Finanztransaktionen tätig ist. Für den russischen Oligarchen Viktor Wekselberg sondierte er etwa 2007 einen Einstieg bei den Stadtwerken Leipzig. Daneben war er auch am Verkauf von russischen Flugzeugen nach Kuba beteiligt. 

"Ich sehe mich selbst nicht als Sicherheitsrisiko", entgegnet Montag-Girmes den kritischen und teils mit Spekulationen gespickten Medienberichten in dem Baltenstaat. Seine Rolle bei Air Baltic verstehe er als die eines beratenden Finanzinvestors im Aufsichtsrat. Einen Posten im Vorstand strebe er nicht an, sagt der Unternehmer.   

Die lettische Regierung hatte erst nach einigen Diskussionen und der zwischenzeitlichen Entlassung des Transportministers zugestimmt, dass Montag-Girmes die Anteile übernehmen darf. Weitere 80 Millionen Euro sollen vom Staat zugeschossen werden. Das muss vom Parlament noch gebilligt werden.

Air-Baltic-Chef Martin Gauss hofft bei der Sitzung Anfang Dezember auf die Zustimmung des Parlaments. Bei einem Nein werde die Fluggesellschaft das weitere Vorgehen prüfen. Derzeit suche man aber noch keine Alternativen, sagte er kürzlich im lettischen Fernsehen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 15,27 +3,70%
SIEMENS 109,37 +3,46%
THYSSENKRUPP 21,98 +3,40%
LINDE 156,10 -0,08%
Henkel VZ 106,82 +0,23%
BEIERSDORF 75,73 +0,31%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 154,79%
Polar Capital Fund AF 102,15%
Stabilitas GOLD+RE AF 93,39%
Morgan Stanley Inv AF 91,64%
First State Invest AF 89,33%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr