Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Deutsche Wohnen wehrt sich weiter gegen Vonovia-Übernahme

Immobilien Deutsche Wohnen wehrt sich weiter gegen Vonovia-Übernahme

Auf dem deutschen Immobilienmarkt spitzt sich die Übernahmeschlacht zu. Als ersten Erfolg kann Marktführer Vonovia verbuchen, dass sich seine beiden Verfolger nicht zusammentun. Nun hat er Hunger auf mehr.

Voriger Artikel
Billigflieger Norwegian bestellt 19 "Dreamliner" bei Boeing
Nächster Artikel
Ex-Porschechefs Wiedeking und Härter beteuern Unschuld

Die LEG hatte der Fusion mit der DW zugestimmt, will nun aber allein weitermachen.

Quelle: Maja Hitij

Frankfurt/Main. Nach der gescheiterten Übernahme eines Konkurrenten wehrt sich der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen nun vehement dagegen, selbst übernommen zu werden.

Das vor allem in Berlin aktive Unternehmen mit Sitz in Frankfurt lehnte am Donnerstag erneut das vom Marktführer Vonovia vorgetragene Angebot ab. Es zerstöre Werte der DW-Eigner, weil es den wahren Firmenwert nicht treffe und von unrealistischen Synergie-Effekten ausgehe, erklärte Firmenchef Michael Zahn.

Am Vortag hatte die DW ihre eigenen Übernahmepläne für die Düsseldorfer LEG aufgegeben, weil zwei Großaktionäre nicht mitziehen wollten und so die erforderliche 75-Prozent-Mehrheit verfehlt worden wäre. Die außerordentliche Hauptversammlung der DW wurde umgehend abgesagt. Die Übernahme des drittgrößten Wohnungsanbieters durch die Nummer Zwei ist damit wie von Vonovia angestrebt vom Tisch.

DW habe es nicht geschafft, die Vorteile einer Übernahme der vor allem in Nordrhein-Westfalen beheimateten LEG deutlich zu machen. Vonovia, die frühere Deutsche Annington, habe das Momentum genutzt und mit ihrem feindlichen Gebot die DW-Aktionäre verunsichert, so Zahn.

Er warnte die eigenen Inhaber vor einer Annahme. Da die Anteile zu 70 Prozent mit Vonovia-Aktien bezahlt werden sollen, würden die bisherigen DW-Aktionäre den weit höheren Geschäftsrisiken der Vonovia ausgesetzt. Die kleinere DW sei weit effektiver aufgestellt als der Bieter, so dass auch die von Vonovia anvisierten Synergien nicht zu erzielen seien. Auch seien die steuerlichen Konsequenzen des Bar-Anteils am Kaufpreis für die Aktionäre nicht berücksichtigt.

Eine Vonovia-Sprecherin in Bochum wollte auf Anfrage keine Stellung nehmen. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass die Vonovia-Aktionäre bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 30.11. in Düsseldorf über die geplante Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen abstimmen sollen. Bei Zustimmung zur für diesen Zweck geplanten Kapitalerhöhung hat Vonovia-Chef Rolf Buch zeitnah eine Offerte an die DW-Aktionäre in Aussicht gestellt.

Die LEG hatte der Fusion mit der DW zugestimmt, will nun aber allein weitermachen. Man verfüge über ein starkes wirtschaftliches Fundament und werde die Strategie der regional fokussierten Expansion weiter verfolgen, hatte das Unternehmen bereits am Mittwoch mitgeteilt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Stabilitas PACIFIC AF 140,74%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr