Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Deutsche Fleischproduktion erreicht Rekord

Agrar Deutsche Fleischproduktion erreicht Rekord

Die Bundesbürger essen eher weniger Fleisch als mehr. Dennoch produzieren die deutschen Schlachthöfe so viel wie nie. Das liegt am Export. Für 2016 rechnen Experten aber mit einem Dämpfer.

Voriger Artikel
VW verschiebt Bilanzvorlage und Hauptversammlung
Nächster Artikel
Rekordverlust: ArcelorMittal bittet Aktionäre um Geld

Schweinehälften in einer Großfleischerei bei Chemnitz. Mit 8,22 Millionen Tonnen wurde im vergangenen Jahr in Deutschland so viel Fleisch produziert wie noch nie.

Quelle: Hendrik Schmidt

Wiesbaden/Berlin. Der wachsende Fleisch-Export führt zu Rekordzahlen in deutschen Schlachthöfen.

Mit 8,22 Millionen Tonnen produzierten die Betriebe im vergangenen Jahr so viel wie nie, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete. Es waren 0,3 Prozent oder 25 300 Tonnen mehr Fleisch als im Vorjahr. Damit wurde der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2011 (8,2 Mio Tonnen) leicht übertroffen.

Zwar kaufen die Verbraucher in Deutschland weniger Fleisch. Die Nachfrage ist insbesondere bei Schweinefleisch seit einigen Jahren etwas rückläufig, wie es am Freitag bei der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Berlin hieß. Dafür wachsen aber die Ausfuhren. Beim Schwein etwa gehen drei Viertel des Exports in die europäischen Nachbarländer. Höhere Schlachtzahlen kämen auch daher, dass Deutschland gleichzeitig weniger Fleisch einführt.

"Dieser Rekord ist kein Zeichen von Wohlstand, sondern ein Armutszeugnis", kritisierte die Umweltorganisation Greenpeace. Deutschland erzeuge mit großem Energieaufwand, Futterimporten aus Übersee und Massentierhaltung gewaltige Überschüsse, um sie auf dem Weltmarkt anzubieten. Die Branche müsse auf Qualität und auf den heimischen Markt setzen. Nach Schätzungen des Vegetarierbundes isst inzwischen jeder zehnte Deutsche kein Fleisch.

Schwein ist für die Schlachthöfe nach wie die dominierende Fleischsorte. Die Produktion lag mit 5,56 Millionen Tonnen (plus 0,8 Prozent zum Vorjahr) nur knapp unter dem Höchststand des Jahres 2011 (5,6 Mio Tonnen). Bei Geflügel gab es erstmals seit 2006 einen Rückgang der Produktion: 1,52 Millionen Tonnen waren 0,6 Prozent oder 8900 Tonnen weniger als im Vorjahr.

Auch die Zahl der Rinder, die in gewerblichen Unternehmen geschlachtet wurden, verringerte sich um 1,5 Prozent oder 55 100 auf 3,5 Millionen. Weil das durchschnittliche Schlachtgewicht der Tiere zugleich höher lag, sank die Rindfleischmenge insgesamt jedoch nur um 0,9 Prozent auf 1,1 Millionen Tonnen.

Für das laufende Jahr rechnet die AMI mit einer leicht sinkenden Schweinefleisch-Produktion. Der Preiseinbruch infolge des Russland-Embargos habe dazu geführt, dass mehr Schweinehalter aufgeben als üblich. Dies schränke die Kapazitäten vorübergehend leicht ein.

Nach Informationen des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) soll die Schweine- und Geflügelmast mittelfristig ausgeweitet werden. Seit 2012 wurden in Deutschland mindestens 720 000 neue Stallplätze für Schweine beantragt, davon 420 000 Mastplätze, wie der BUND von den Behörden erfuhr. Bei Geflügel sind es laut den im Januar veröffentlichten Zahlen 10,8 Millionen, davon 6,65 Millionen Mastplätze.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 170,60%
Crocodile Capital MF 121,61%
Polar Capital Fund AF 106,75%
Fidelity Funds Glo AF 100,02%
Morgan Stanley Inv AF 96,13%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr