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Delegation von Landwirten aus Fernost informiert sich über Ackerbau in Deutschland

Delegation von Landwirten aus Fernost informiert sich über Ackerbau in Deutschland

Kleine Kartoffeln, große Kartoffeln, mit Erdkrumen oder blankgerieben: Die Knollen vom Feld des Oschatzer Landwirtes Martin Umhau waren gestern das begehrteste Fotomotiv einer Delegation aus der Volksrepublik China.

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Landwirt Martin Umhau holt die Kartoffeln aus dem Acker, um die Feldfrüchte seinen chinesischen Kollegen zu zeigen.

Quelle: Sven Bartsch

Oschatz. Von Frank Hörügel

Auf dem Acker zwischen Oschatz und Kleinragewitz ist Cui Yun Lai nicht mehr zu halten. Der Direktor des staatlichen Agrarbetriebes Da Yang Shu Holding (80 000 Hektar Fläche) schnappt sich eine Grabegabel und holt die sächsischen Knollen eigenhändig aus der Erde. Die anderen neun Teilnehmer der chinesischen Delegation zücken ihre Fotoapparate und Kameras. "Wir wollen wissen, wie in Deutschland Kartoffeln angebaut werden und wie die Ernte funktioniert", erklärt der Holding-Chef, warum er und seine Kollegen sich für die Oschatzer Knollen interessieren.

Die Chinesen sind Führungskräfte in einem riesigen Agrar-Unternehmen, in dem acht Staatsbetriebe zusammengefasst sind. Einer davon ist der deutsch-chinesische Demonstrationsbetrieb Staatsgut Ganhe. Seit 2009 ist der Deutsche Horst Bunge für dieses Gemeinschaftsprojekt in China zuständig. "Früher wurden hier nur Sojabohnen und Sommerweizen angebaut. Seit 2009 bauen wir Kartoffeln und seit 2010/11 auch Körnermais an", so Bunge. Auf Einladung des Bundes-Landwirtschaftsministeriums sind die Chinesen seit Sonntag eine Woche lang zu Gast in Deutschland. "Sie wollen sehen, wie umweltgerechte Landwirtschaft funktioniert und wie sich Erträge und Qualität steigern lassen. Die wachsende Bevölkerung in China muss mit Nahrung versorgt werden. Und es gilt, die großen ökologischen Probleme zu bewältigen", erklärt Bunge. Im Gegenzug, so der Experte, wollen sich deutsche Unternehmen China als Absatzmarkt für ihre landwirtschaftliche Technik erschließen. Große Hersteller haben das Staatsgut deshalb mit Maschinen im Wert von einer Million Euro ausgestattet.

Der Oschatzer Landwirt Martin Umhau hat das Staatsgut Ganhe bereits mehrmals besucht und den Aufbau mit seinem praktischen Wissen unterstützt. Als er gestern seinen Betrieb in Oschatz vorstellt, füllen die Landwirte aus Fernost eifrig ihre kleinen Zettel mit chinesischen Schriftzeichen. Nur ab und zu legen sie die Stifte weg - und zücken ihre Fotoapparate und Kameras.

Aus der Oschatzer Allgemeinen Zeitung vom 29.09.2011

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