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Betrieben gehen die Azubis aus - Raum "Dipps": Mehr Lehrstellen als Bewerber

Betrieben gehen die Azubis aus - Raum "Dipps": Mehr Lehrstellen als Bewerber

Weniger Azubis, aber 40,2 Prozent mehr gemeldete Ausbildungsstellen als vor einem Jahr: Jeder Schulabgänger könnte im Landkreis eigentlich einen Ausbildungsplatz haben.

Pirna. Von Silvio Kuhnert

86 der Lehrstellen blieben unbesetzt. Jedoch haben 28 Jugendliche keinen Ausbildungsvertrag unterschrieben. "Das sind 18 mehr als im Vorjahr", berichtete gestern Agenturchefin Cordula Hartrampf-Hirschberg bei der Präsentation der Bilanz des Ausbildungsmarktes 2010/2011. Im vergangenen Jahr hatten nur zehn Jugendliche keinen Lehrberuf gefunden.

"Alle unversorgten Bewerber haben einen Schulabschluss", informierte Hartrampf-Hirschberg. Acht besitzen sogar das Abitur oder die Fachhochschulreife. Allerdings liegt bei 18 Jugendlichen der Schulabschluss zwei oder mehr Jahre zurück. "Mehr als die Hälfte sind älter als 20 Jahre", so Hartrampf-Hirschberg. Teilweise entsprachen die offenen Stellen nicht den Vorstellungen der Bewerber, die daher lieber weiter suchen. Andere Kandidaten wurden von den Betrieben abgelehnt, weil sie "nur" einen Hauptschulabschluss vorweisen konnten.

Der Wandel ist auf dem Ausbildungsmarkt unverkennbar. In Zukunft kommen nicht mehr auf einen Ausbildungsplatz drei oder noch mehr Bewerber wie noch vor fünf Jahren. Bereits im Bilanzjahr 2010/11 hielt sich die Zahl der Ausbildungssuchenden mit 1443 und die Anzahl der bei der Agentur gemeldeten 1301 offenen Stellen fast die Waage. Im Raum Dippoldiswalde kehrte sich das Verhältnis bereits um. Dort hatten die Schulabgänger eine recht breite Auswahl. Auf 277 freie Lehrstellen kamen nur noch 207 Auszubildende.

Seit dem Ausbildungsjahr 2006/2007 hat sich die Anzahl der Bewerber im Kreis halbiert. Im Vergleich zum Vorjahr ging sie um 433 Jugendliche beziehungsweise 23,1 Prozent zurück. Der viel beschworene Fachkräftemangel wird auch im Landkreis ein zunehmendes Problem. Nach der aktuellen Prognose zur demographischen Entwicklung scheiden zwischen 2014 und 2020 jährlich fast doppelt so viele Arbeitnehmer aus dem Erwerbsleben aus wie ausgebildete Arbeitskräfte nachrücken.

Ein Blick auf die "Top 10" der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen weist eine Diskrepanz zu den Berufswünschen der Schulabgänger auf. Für die 197 Lehrstellen als Verkäufer interessierten sich nur 109 Jugendliche. Den Beruf des Kochs oder der Köchin wollten lediglich 52 Schulabgänger ergreifen. Gesucht wurden aber 83. Das setzt sich bei Hotel- und Restaurantfachmann/-frau mit 14 oder sieben Interessenten bei 55 beziehungsweise 43 offenen Stellen fort.

Selbst das Traditionshandwerk Uhrmacher ist nicht begehrt. 24 Stellen waren hier gemeldet, aber es gab nur drei Bewerber. In der Hitliste der beliebtesten Berufe wie Bürokauffrau, Kfz-Mechatroniker, Tischler, Friseurin oder Kaufmann oder -frau im Einzelhandel gab es noch deutlich mehr Interessenten als Lehrstellen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.11.2011

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