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Bayer-Chef: Monsanto-Übernahme hilft bei Hungerbekämpfung

Chemie Bayer-Chef: Monsanto-Übernahme hilft bei Hungerbekämpfung

Für viele Umwelt- und Verbraucherschützer ist die Monsanto-Übernahme durch Bayer eine Katastrophe. Bayer-Chef Baumann widerspricht energisch - und hält die Mega-Fusion für einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Hungerbekämpfung.

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Werner Baumann: «Gemeinsam können wir noch mehr dazu beitragen, dass im Jahr 2050 zehn Milliarden Menschen satt werden».

Quelle: Oliver Berg

Leverkusen. Bayer-Chef Werner Baumann wehrt sich gegen Kritik an der Milliardenübernahme des umstrittenen US-Saatgutunternehmens Monsanto.

Die Übernahme werde anders als von Skeptikern behauptet sogar positive Auswirkungen für die Ernährung der Weltbevölkerung haben, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). "Gemeinsam können wir noch mehr dazu beitragen, dass im Jahr 2050 zehn Milliarden Menschen satt werden."

In Richtung der Vertreter einer Öko-Landwirtschaft sagte er, eine falsch verstandene Agrarwende werde den globalen Nahrungsmangel weiter verschärfen. "Was wir brauchen, sind neue Technologien, mehr Erträge auf den Feldern, eine entsprechende Wirtschaftlichkeit der Agrarbetriebe, und dies bei höchsten Umwelt- und Sicherheits-Standards. Dazu können wir mit Monsanto einen bedeutenden Beitrag leisten."

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) warnte hingegen vor den Folgen der Übernahme für Landwirte und Verbraucher. "Man braucht kein Schwarzseher zu sein, um vorauszusagen, dass das Preisniveau steigen und sich der Strukturwandel in der Landwirtschaft weiter verschärfen wird – hin zu immer größeren Betrieben, die nichts mit der bäuerlichen, nachhaltigen und gentechnikfreien Landwirtschaft zu tun haben, die die Gesellschaft etwa in Europa will."

Bayer will das umstrittene US-Saatgutunternehmen kaufen und zahlt dafür inklusive Schuldenübernahme 66 Milliarden US-Dollar (knapp 59 Mrd Euro). Die Monsanto-Aktionäre und die Behörden müssen dem Deal aber noch zustimmen. Die Übernahme wird Bayer zur weltweiten Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln machen.

dpa

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