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Autohersteller und Maschinenbauer treiben Sachsens Wirtschaft an

Autohersteller und Maschinenbauer treiben Sachsens Wirtschaft an

Dickes Lob für Sachsen: Das Land "ist ein wirtschaftsdynamischer Standort". Das sagte Bodo Finger (74), Präsident der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW).

"Der Freistaat ist das Bundesland, das den Strukturwandel nach der Wende am besten gemeistert hat." Das zeige sich unter anderem an einem ausgeprägten verarbeitenden Gewerbe.

Die Industrie - darunter vor allem der Autobereich und der Maschinenbau - erwirtschaftete im vergangenen Jahr ein Fünftel der Bruttowertschöpfung. Das seien sieben Prozentpunkte mehr als noch 1992. Sachsen verfüge über einen "soliden industriellen Mittelstand, der im Markt mit viel Know-how unterwegs ist", lobte der Präsident. 2014 seien erstmals seit der Wende 270 000 Mitarbeiter im verarbeitenden Gewerbe beschäftigt gewesen. "Die Metall- und Elektroindustrie sowie der Fahrzeugbau sind Sachsens Wachstumsmotoren", sagte Finger.

In den vergangenen 25 Jahren sei zwischen Torgau und Oberwiesenthal, Plauen und Görlitz ein kräftiger Um- und Aufschwung hingelegt worden. "Eine von Unternehmergeist und vielfältigen Innovationen bestimmte Wirtschaftskultur, die Sachsen seit jeher ausgezeichnet hat, ist auch in 40 Jahren Planwirtschaft nicht verlorengegangen", hob der VSW-Präsident hervor. Allerdings müsse auch gesehen werden, dass das hiesige Produktivitätsniveau trotz aller Fortschritte noch 30 Prozent unter dem westlichen Durchschnitt liegt - mit allen Konsequenzen für Entlohnung, Forschung und Entwicklung sowie Eigenkapital.

Auch in diesem Jahr sei Sachsens Wirtschaft "auf einem guten Weg". Nachdem das Bruttoinlandsprodukt des Freistaates im vergangenen Jahr mit 1,9 Prozent sogar über dem bundesdeutschen Schnitt von 1,6 Prozent gelegen hatte, rechnet Finger in diesem Jahr erneut mit einem ähnlichen Zuwachs. "Um die zwei Prozent sind drin", prognostizierte er - und lag damit voll im Konsens mit dem ifo-Institut. Das hatte zudem vor einer Woche erklärt, der Abstand zu den alten Bundesländern werde nicht sinken: "Ganz einfach deshalb, weil die westlichen Regionen in der Regel von einer stärkeren Basis aus wachsen", so Finger.

Chancen für einen weiteren sächsischen Aufschwung sieht Finger unter anderem im Ausbau der Exportmärkte - allen voran China. Insbesondere im Umweltschutz könnten die Sachsen dort mit fortschrittlichen Technologien ins Geschäft kommen. "Das hat Perspektive", zeigte er sich überzeugt. "Und sie haben dort großes Interesse, ihre Umweltprobleme endlich in den Griff zu bekommen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.07.2015

Ulrich Milde und Ulrich Langer

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