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Aurubis trotz Kupferpreisrückgang mit Rekordergebnis

Industrie Aurubis trotz Kupferpreisrückgang mit Rekordergebnis

Für den Kupferhersteller Aurubis kommen neue Bestwerte gerade recht. Schließlich feiert das Unternehmen 2016 sein 150-jähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr dürfte das Ergebnis aber wieder zurückgehen.

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Ein Mitarbeiter der Aurubis AG kontrolliert in Hamburg einen Ofen, durch den Kupfer-Gießwalzdraht läuft.

Quelle: Bodo Marks

Hamburg/Frankfurt. Der Kupferhersteller Aurubis ist mit einem Rekordgewinn im Rücken in sein Jubiläumsjahr gestartet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 (30. September) hat sich das Ergebnis vor Steuern auf 343 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Unterm Strich verbesserte sich der Ertrag von 44 Millionen auf 134 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Hamburg mitteilte. Aurubis profitierte von höheren Verarbeitungsgebühren für Kupfererz und Schrott, höheren Schwefelsäure-Preisen und dem starken US-Dollar.

"Es standen fast alle Ampeln auf Grün", sagte Interims-Vorstandschef Erwin Faust. Die für den Konzern relevanten Märkte hätten sich in einer guten Verfassung befunden, und bei den Anlagen habe es keine größeren Störungen gegeben. "Wir sind mit unserem Werkstoff für die Zukunft hervorragend aufgestellt. Kupfer ist aufgrund seiner elektrischen Leitfähigkeit schwer zu ersetzen", ergänzte Faust.

Der Gewinn soll zu 53 Prozent an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Sie erhalten eine um 35 Cent auf 1,35 Euro steigende Dividende. Der Umsatz ging um zwei Prozent auf knapp elf Milliarden Euro zurück.

Aurubis war 1866 als Norddeutsche Affinerie gegründet worden. Der Konzern stellt reines Kupfer aus Kupferschrott sowie Kupfererz her und verarbeitet es zu Produkten für die Auto-, Elektro- und Bauindustrie. Neuer Vorstandschef wird zum 1. Juli 2016 Jürgen Schachler. Sein Amtsantritt schon zum 1. April konnte nicht umgesetzt werden. Er kommt vom Stahlkonzern ArcelorMittal.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Aurubis einen Rückgang des Vorsteuer-Ergebnisses um mehr als zehn Prozent. Die weltweite Nachfrage nach Kupfer werde sich abschwächen. Außerdem werde eine Ofen-Reparatur in Pirdop (Bulgarien) die dortige Kupferproduktion bremsen, was das Ergebnis mit rund 25 Millionen Euro belasten werde.

Eingeleitete Projekte dürften erst in künftigen Geschäftsjahren Einspareffekte entfalten. Aurubis hatte die Organisation gestrafft und will am Standort Hamburg effizienter in der Produktion werden. Hier sind Investitionen von rund 60 Millionen Euro geplant.

Die Zahl der Mitarbeiter werde sich wie im Berichtsjahr nur geringfügig verändern, schätzte Faust. Derzeit beschäftigt Aurubis etwa 6300 Menschen. An dem Unternehmen ist der deutsche Stahlkonzern Salzgitter mit einem Anteil von 25 Prozent beteiligt.

dpa

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