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Arbeitslosigkeit im Euroraum verharrt auf Fünf-Jahres-Tief

EU Arbeitslosigkeit im Euroraum verharrt auf Fünf-Jahres-Tief

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Europa hellt sich auf. In den allermeisten EU-Ländern ist die Arbeitslosenquote im vergangenen Jahr gesunken. Schlusslichter bleiben allerdings Griechenland und Spanien.

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Arbeitssuchende warten vor einem Arbeitsamt in Spanien.

Quelle: Fernando Villar/Archiv

Luxemburg. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist im Juni so niedrig gewesen wie seit fast fünf Jahren nicht. Die Quote lag wie schon im Vormonat bei 10,1 Prozent.

Das ist der niedrigste Stand seit Juli 2011, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. 16,269 Millionen Männer und Frauen waren in den 19 Euro-Staaten ohne Job. In der Europäischen Union insgesamt waren 20,986 Millionen Menschen arbeitslos, was einer Quote von 8,6 Prozent und dem tiefsten Stand seit März 2009 entspricht.

Die niedrigste Quote meldete Malta (4,0 Prozent), gefolgt von Tschechien (4,1 Prozent) und Deutschland (4,2 Prozent). Den höchsten Arbeitslosenanteil verzeichneten erneut Griechenland (23,3 Prozent nach jüngsten Zahlen vom April) und Spanien (19,9 Prozent im Juni).

Die Bundesagentur für Arbeit hatte am Vortag für Deutschland eine Quote von 6,0 Prozent gemeldet - allerdings für den Monat Juli. Zudem unterscheiden sich die Methoden der Nürnberger Statistiker von denen ihrer Luxemburger EU-Kollegen.

Im Jahresverlauf hat sich die Lage auf dem europäischen Arbeitsmarkt deutlich gebessert. In 25 der 28 EU-Staaten ist die Arbeitslosenquote gesunken. In Belgien (8,5 Prozent) und Estland (6,7 Prozent von Mai bis Mai) blieb sie unverändert. Nur Österreich meldete einen Anstieg von 5,7 auf 6,2 Prozent innerhalb eines Jahres.

Vergleichsweise hoch fiel die Jugendarbeitslosigkeit aus. In der Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren lag die Quote im Euroraum bei 20,8 Prozent oder 2,915 Millionen Menschen. In der EU insgesamt lag der Arbeitslosenanteil in dieser Altersgruppe bei 18,5 Prozent, was 4,194 Millionen Personen entspricht. Die Jugendarbeitslosigkeit ist nicht direkt mit der Erwachsenen-Quote vergleichbar, da die Statistiker bei der Bezugsgruppe etwa Auszubildende ausklammern. Dadurch fällt hier jeder einzelne Arbeitslose stärker ins Gewicht.

dpa

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