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Aktie von Hapag-Lloyd startet an der Börse leicht über Ausgabekurs

Schifffahrt Aktie von Hapag-Lloyd startet an der Börse leicht über Ausgabekurs

Der mühevolle Börsengang von Hapag-Lloyd hat am Freitag mit der Erstnotierung seinen Abschluss gefunden. Vorstand und Aufsichtsrat zeigten sich trotz der Verzögerungen und Zugeständnisse zufrieden.

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Der Börsengang der Reederei galt wegen der schwierigen Schifffahrtsbranche und des eher schwachen Börsenumfelds als mühsam.

Quelle: Frank Rumpenhorst

Hamburg. Die Aktie der Reederei Hapag-Lloyd ist mit leichten Gewinnen in den Börsenhandel gestartet. Zum Handelsschluss kosteten die Papiere 20,21 Euro - sie lagen damit etwas über dem Ausgabepreis von 20 Euro.

Der Börsengang des Schifffahrtskonzerns war wegen der schwierigen Schifffahrtsbranche und des eher schwachen Börsenumfelds recht mühsam. Erst vor wenigen Tagen hatte Marktführer Maersk angekündigt, 4000 Arbeitsplätze in der Schifffahrt zu streichen. Die Zeichnungsfrist für die Aktie musste um eine Woche verlängert und der Ausgabepreis herabgesetzt werden.

Die Reederei will von dem Erlös von rund 300 Millionen Dollar (aktuell 279 Mio Euro) Schiffe und Container kaufen. "Wir sind mit dem Interesse der Investoren und der Nachfrage nach unseren Aktien zufrieden", sagte Vorstandsvorsitzender Rolf Habben Jansen am Freitag in Frankfurt. Habben Jansen läutete gemeinsam mit Finanzvorstand Nicolás Burr die Börsenglocke im Frankfurter Börsensaal und zusätzlich eine 200 Pfund schwere Schiffsglocke aus Bronze.

Die Aktien werden im Prime Standard der Frankfurter Börse gehandelt. Das Unternehmen wird mehrheitlich kontrolliert von einem Pool aus der chilenischen Reederei CSAV, der Stadt Hamburg und dem Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne, die nach dem Börsengang zusammen rund 72 Prozent der Aktien halten. Knapp elf Prozent der Anteile gehören noch immer dem Touristik-Konzern Tui.

Nach dem Abschluss des Börsengangs hat Hapag-Lloyd nun die Möglichkeit, sich einfacher über Kapitalerhöhungen an der Börse zu finanzieren. Zudem können diejenigen Anteilseigner, die sich von ihrer Hapag-Lloyd-Beteiligung trennen wollen, ihre Aktien über die Börse verkaufen. Das trifft vor allem auf die Tui sowie mittelfristig auf die Stadt Hamburg zu.

dpa

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