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Air Berlin ringt um Rettungsplan: Jobabbau möglich

Luftverkehr Air Berlin ringt um Rettungsplan: Jobabbau möglich

Die hoch verschuldete Air Berlin strebt ein umfassendes Sanierungskonzept an. Noch ist keine Entscheidung getroffen. Doch die Luft wird dünn.

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Bei der schwer angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin stehen möglicherweise Stellenstreichungen an.

Quelle: Daniel Reinhardt/Archiv

Berlin. Bei der schwer angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin stehen möglicherweise Stellenstreichungen an. Präsidium und Vorstand beraten über das Sanierungskonzept bis 2018, teilte die Airline mit.

Dabei gehe es um schwerwiegende Entscheidungen und möglicherweise auch um Stellenabbau. Die Planungen seien weit fortgeschritten, eine Entscheidung werde es am Dienstag aber nicht geben.

Die Lage bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft ist dramatisch. Im ersten Halbjahr gab es einen Verlust von 247,6 Millionen Euro. Das Eigenkapital ist längst aufgezehrt, lag Ende Juni bei minus 575 Millionen Euro. Seit langem hält sich Air Berlin nur dank millionenschwerer Finanzspritzen ihrer arabischen Großaktionärin Etihad in der Luft.

Zuletzt waren Flüge zusammengelegt und das Management neu aufgestellt worden. Vorstandschef Stefan Pichler kündigte an, es könnten auch komplette Strecken gestrichen werden. Air Berlin müsse sich auf wichtige Zielmärkte konzentrieren. Der Umbau werde im Herbst beginnen.

Medienberichten zufolge haben Pichler und Etihad-Chef James Hogan aber unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie sich die Fluggesellschaft ausrichten soll. Etihad braucht Air Berlin vor allem als Zubringer für die eigenen Langstreckenflüge beispielsweise ab Abu Dhabi.

Offen ist auch noch, ob die gemeinsame Vermarktung von Etihad- und Air-Berlin-Flügen (Code-Share) weiter erlaubt wird. Sie ist das Kernelement der Kooperation beider Airlines. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" erwägt das Bundesverkehrsministerium aber, im Winterflugplan nur einen Teil der rund 30 Strecken zu genehmigen. Luftfahrtkreise vermuteten dahinter politischen Druck aus dem Umfeld der Lufthansa-Standorte Frankfurt und München.

dpa

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