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3,2 Millionen an Deutsche Bank: Breuers teurestes Interview

Banken 3,2 Millionen an Deutsche Bank: Breuers teurestes Interview

Gut 900 Millionen zahlte die Deutsche Bank, um den Dauerstreit mit der Kirch-Seite beizulegen. Einen kleinen Teil holt sie sich jetzt von ihrem früheren Bankchef Breuer zurück. Für ihn ist das Thema Kirch damit aber noch nicht vom Tisch.

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Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Rolf Breuer.

Quelle: Sven Hoppe/Archivbild

Frankfurt/Main. Ein Interview über die Mediengruppe Kirch kommt den früheren Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer teuer zu stehen.

Der Manager zahlt dem Institut für die Folgen seiner Äußerungen 3,2 Millionen Euro, wie aus der Einladung zur Hauptversammlung des größten deutschen Geldhauses hervorgeht. Die Bank und Breuer einigten sich demnach auf einen entsprechenden Vergleich. Die Summe entspricht den Angaben zufolge dem dreifachen Jahresgrundgehalt, das der Manager als Vorstandschef bekam.

Breuer hatte 2002 in einem Fernsehinterview mit Bloomberg TV öffentlich die Kreditwürdigkeit der Kirch-Gruppe angezweifelt: Nach allem, was man "darüber lesen und hören" könne, sei der Finanzsektor nicht mehr bereit, "auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen", sagte der damalige Bank-Chef.

 

Zwei Monate später war der Medienkonzern pleite und Firmengründer Leo Kirch machte Breuer sein Leben lang dafür verantwortlich. Nach einer jahrelangen Prozessschlacht zahlte die Bank 2014 den Kirch-Erben in einem Vergleich 925 Millionen Euro.

Unabhängig von der von Breuer zu zahlenden Summe einigte sich das Institut mit Managerhaftpflichtversicherungen auf einen Vergleich über rund 100 Millionen Euro. Faktisch bekommt das Institut rund 90 Millionen Euro, da es einen Selbstbehalt gibt - also eine Summe, die Betroffene im Schadenfall selbst aufbringen müssen. Die Aktionäre müssen den Vergleichen auf der Hauptversammlung am 19. Mai noch zustimmen.

Für Breuer ist das Thema Kirch mit dem Vergleich aber noch nicht abgehakt. Der einstige Vorstandschef steht zusammen mit seinem Nachfolger Josef Ackermann, dem amtierenden Co-Chef Jürgen Fitschen und zwei weiteren Ex-Managern seit April 2015 vor Gericht. Sie haben nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft München versucht, die Wahrheit über die Pleite der Kirch-Gruppe zu verschleiern. In einem Prozess um Schadenersatzforderungen Leo Kirchs im Jahr 2011 sollen sie zum Schutz der Deutschen Bank falsch ausgesagt haben. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe zurückgewiesen.

dpa

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