Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Vater und Sohn aus Dresden unter den Anschlagsopfern in Istanbul

Terror in der Türkei Vater und Sohn aus Dresden unter den Anschlagsopfern in Istanbul

Bei dem Selbstmordanschlag in Istanbul sind auch zwei Dresdner ums Leben gekommen. Die 75 und 51 Jahre alten Männer waren Vater und Sohn. Insgesamt forderte das Attentat zehn deutsche Todesopfer, darunter eine Leipzigerin, drei Rheinland-Pfälzer, ein Paar aus Brandenburg und ein Berliner.

Rosen und ein Bayern-München-Schal erinnern am Anschlagsort an die Opfer.

Quelle: dpa

Dresden. Unter den deutschen Todesopfern des Terroranschlags in Istanbul sind auch drei Reisende aus Sachsen. Das sei „traurige Gewissheit“, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Mittwoch in Dresden. Nach Angaben des Innenministeriums handelt es sich um eine 70-Jährige aus Leipzig sowie zwei 75 und 51 Jahre alte Männer aus Dresden, Vater und Sohn. Unter den Todesopfer waren außerdem drei Rheinland-Pfälzer, ein Paar aus Brandenburg und ein Berliner. Die 71 und 73 Jahre alten Eheleute stammen aus Falkensee im Havelland, bestätigte der Potsdamer Regierungssprecher Andreas Beese am Dienstagabend.

Bei dem Selbstmordattentat am Dienstag in der Nähe der weltberühmten Hagia Sophia im Altstadtviertel Sultanahmet kamen nach türkischen Angaben mindestens zehn Menschen ums Leben. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes handelt es sich um zehn Deutsche. Zunächst war von acht deutschen Todesopfern die Rede gewesen. Zudem wurden mindestens 15 Menschen teils schwer verletzt. Wie eine Ministeriumssprecherin am Mittwoch in Berlin sagte, werden sieben deutsche Verletzte in Krankenhäusern behandelt, davon fünf auf der Intensivstation. Die türkische Polizei hat unterdessen einen Verdächtigen gefasst. Er sei am Dienstagabend festgenommen worden, erklärte der türkische Innenminister Efkan Ala am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Istanbul.

„Ich bin zutiefst erschüttert von diesem feigen und grausamen Terroranschlag, bei dem freie Menschen ihr Leben lassen mussten“, sagte Tillich und sprach den Angehörigen aller Opfer sein tiefstes Mitgefühl aus. „Dieser Terrorakt ist ein Anschlag auf Freiheit und Menschlichkeit.“ Auch Innenminister Markus Ulbig (CDU) verurteilte die „menschenverachtende Gewalt“ aufs Schärfste und sprach den Hinterbliebenen der Opfer sein aufrichtiges Beileid aus. Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) äußerte sich ebenfalls. „Es ist für unsere Stadt eine schreckliche Nachricht, dass zwei Dresdner unter den Opfern des Terroranschlags von Istanbul sind. Meine Gedanken gelten jetzt vor allem den Familien, Angehörigen und Freunden. Unschuldige Menschen sterben in einem absurden Krieg. Betroffenheit ist dafür der völlig falsche Begriff; mich erfüllen dabei Trauer, aber auch Wut. Wir werden den Familien alle nötige Hilfe anbieten, die sie brauchen.“

Unter den Anschlagsopfern von Istanbul sind drei Menschen aus Sachsen. Dabei handelt es sich um eine Frau aus Leipzig und zwei Männer aus Dresden, teilte das Innenminsterium am Mittwoch mit.

Zur Bildergalerie

Die deutschen Opfer gehörten zu einer Reisegruppe des Berliner Unternehmens "Lebenslust Touristik". Sie befanden sich auf einer zehntägigen Erlebnis-Flugreise mit Stopps in Instanbul, Dubai und Abu Dhabi. Der zweite Tag der Reise sah den Besuch verschiedener Wahrzeichen in Istanbul vor, darunter die Hagia Sophia, vor der sich der Anschlag ereignete. Das Reise-Unternehmen zeigt sich erschüttert von den schrecklichen Ereignissen. "Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen. Wir hoffen, dass die Verletzten schnell genesen", heißt es. Mitglieder der Geschäftsführung sind in die Türkei gereist. Für Angehörige wurde eine Hotline unter 030/88 00 13 039 eingerichtet (8 bis 22 Uhr).

dpa/fs

Istanbul Hagia Sophia 41.008238 28.978359
Istanbul Hagia Sophia
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anschlag in Istanbul: Opfer aus Brandenburg, Berlin und Rheinland-Pfalz

Zwei Monate nach den Anschlägen von Paris wird Istanbul zum Ziel der Terrormiliz IS: Ein Selbstmordattentäter sprengt sich nahe der weltberühmten Hagia Sophia in die Luft - mitten in einer deutschen Reisegruppe. Die OPfer kommen aus Brandenburg, Berlin und Rheinland-Pfalz.

mehr
Mehr aus Polizeiticker Weltweit