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Bundeswehr: Erhöhte Sicherheitsstufe auf türkischer Basis Incirlik

Putschversuch Bundeswehr: Erhöhte Sicherheitsstufe auf türkischer Basis Incirlik

Als Reaktion auf den Putschversuch in der Türkei sind die Sicherheitsmaßnahmen auf der auch von der Bundeswehr genutzten Luftwaffenbasis Incirlik im Süden des Landes verschärft worden. „Es handelt sich um eine routinemäßige, vorsorgliche Erhöhung der Bereitschaftsstufe zum Schutz der Soldaten“, sagte ein Sprecher.

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Als Reaktion auf den Putschversuch in der Türkei sind die Sicherheitsmaßnahmen auf der auch von der Bundeswehr genutzten Luftwaffenbasis Incirlik im Süden des Landes verschärft worden.

Quelle: dpa

Berlin. Als Reaktion auf den Putschversuch in der Türkei sind die Sicherheitsmaßnahmen auf der auch von der Bundeswehr genutzten Luftwaffenbasis Incirlik im Süden des Landes verschärft worden. „Es handelt sich um eine routinemäßige, vorsorgliche Erhöhung der Bereitschaftsstufe zum Schutz der Soldaten“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Die USA fliegen von Incirlik aus Luftangriffe gegen die Terrormiliz IS. Die Bundeswehr hat dort derzeit 240 Soldaten stationiert. Sie beteiligen sich mit Tornado-Aufklärungsflugzeugen und einem Tankflugzeug am Kampf gegen die Islamisten.

„Alle Soldaten sind wohlauf“, betonte der Sprecher. Die Lage sei völlig ruhig. „Es ist unklar, wie lange die höhere Bereitschaftsstufe dauern wird. Aber es dürfte kein Dauerzustand sein.“

Der Stützpunkt war in den 50er Jahren von den USA eingerichtet worden, unterliegt aber türkischem Hoheitsrecht. Die Basis liegt in der Nähe der Stadt Adana etwa 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt.

Der Flugplan sehe für diesen Samstag keinen Einsatz deutscher Soldaten in Incirlik vor, sagte der Sprecher in Berlin. Nach Angaben der Bundeswehr gibt es im Schnitt etwa zwei Tornado-Flüge am Tag. Zudem sei das Tankflugzeug der Bundeswehr einmal pro Tag in der Luft.

Wegen des umstrittenen Besuchsverbots für Bundestagsabgeordnete hatten in den vergangenen Tagen unter anderem SPD-Chef Sigmar Gabriel und Bundestags-Präsident Norbert Lammert (CDU) mit dem Abzug der Soldaten aus Incirlik gedroht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am vergangenen Wochenende in einem Gespräch mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan am Rande des Nato-Gipfels in Warschau vergeblich versucht, eine Einigung in der Sache zu erzielen.

Die Verteidigungsexperten aller Bundestagsfraktionen haben angekündigt, im September gemeinsam zu den Soldaten in die Türkei reisen zu wollen. Die Türkei verhängte das Besuchsverbot nach der umstrittenen Armenien-Resolution des Bundestags. Das Parlament hatte die Massaker im Osmanischen Reich in einer Resolution Anfang Juni erstmals als Völkermord bezeichnet.

dpa

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