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BKA-Präsident warnt: Drogenmarkt wird überschwemmt

RND exklusiv: BKA-Präsident warnt: Drogenmarkt wird überschwemmt

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland steigt immens – allein im vergangenen Jahr soll es inoffiziellen Angaben zufolge allein 1226 Todesopfer nach Rauschgiftkonsum gegeben haben, was einer Steigerung von 18,8 Prozent entspricht.

Quelle: dpa

Berlin. Die Zahl der Drogentoten in Deutschland steigt immens – allein im vergangenen Jahr soll es inoffiziellen Angaben zufolge allein 1226 Todesopfer nach Rauschgiftkonsum gegeben haben, was einer Steigerung von 18,8 Prozent entspricht. Erstmals äußert sich jetzt Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), zu den erschreckenden Erkenntnissen. „Wir müssen aufpassen, dass der Markt nicht mit neuen, auch psychoaktiven Drogen, überschwemmt wird. Hinzu kommt ein möglicher Preisverfall, weil es ein riesiges Überangebot in den Herkunftsländern gibt, die häufig auch Krisenländer sind. Das alles bereitet uns Sorgen, auch vor dem Hintergrund einer zunehmenden politischen Legalisierungsdebatte“, sagte Münch dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören.

Die häufigste Todesursache ist zwar weiterhin der Konsum von Opiaten wie Heroin. Münch bestätigt jedoch den Trend hin zu synthetischen Drogen: „Was wir jetzt sehen, ist ein deutlicher Anstieg. Synthetische Drogen sind auf dem Vormarsch.“ Zurückzuführen sei dies auf eine Veränderung des Marktes: Dabei gehe es um Preiskämpfe zwischen den Produzenten klassischer und neuer, synthetischer, Drogen. Klassische Drogen seien lange Zeit auf dem Rückmarsch gewesen, weswegen deren Produzenten nun verstärkt versuchen, ihren bisherigen Markt zu verteidigen. „Zum Beispiel mit Cannabis, das derzeit mit einem stärkeren Wirkstoffgehalt als früher auf den Markt geworfen wird“, sagte Münch.

RND

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