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Zehntausende bei Mai-Feiern in Berlin-Kreuzberg

Demonstrationen Zehntausende bei Mai-Feiern in Berlin-Kreuzberg

Eine ausgesprochen ruhige Walpurgisnacht in Berlin macht Hoffnung. Bleibt auch die "revolutionäre 1.Mai-Demo" im Stadtteil Kreuzberg friedlich?

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Die Polizei zählte bis zum Nachmittag rund 30 000 Besucher.

Quelle: Kay Nietfeld

Berlin. Zehntausende Berliner sind bei Frühlingssonne am 1. Mai zum "Myfest" in Kreuzberg gekommen. Auf den Straßen und Plätzen sind viele Familien unterwegs.

Beobachter sprachen von Sommerfestatmosphäre. Die Polizei zählte bis zum Sonntagnachmittag rund 30 000 Besucher. Am Abend soll in Kreuzberg die traditionelle "Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration" starten, bei der es in der Vergangenheit wiederholt massive Ausschreitungen gegeben hatte.

Zur Walpurgisnacht zog die Berliner Polizei ein sehr positives Fazit und sprach von einer "störungsfreien Feier in den 1. Mai". Ob bei einem Protestzug gegen steigende Mieten, im Neuköllner Reuterkiez oder im Mauerpark: Die Menschen demonstrierten und feierten friedlich. Die Polizei war mit rund 2500 Beamten im Einsatz. Auch Innensenator Frank Henkel (CDU) zeigte sich "sehr zufrieden".

Seit 1987 brach am 1. Mai in Berlin besonders in der Dunkelheit immer wieder Gewalt aus. 2009 wurden fast 500 Polizisten verletzt, 2015 waren es in der Walpurgisnacht und am Abend des 1. Mai noch 41. Im Vorjahr waren an beiden Tagen 53 Randalierer festgenommen worden. Nun meldete die Polizei für die Walpurgisnacht nur eine Festnahme und 21 Überprüfungen von Personen.

Hunderte Gegendemonstranten stellten sich unterdessen am Sonntag Aufmärschen von Rechten in den östlichen Stadtteilen Weißensee und Hohenschönhausen entgegen. In Weißensee wurde bei der Aktion der etwa 50 Rechten ein NPD-Politiker kurzzeitig festgenommen, nachdem er versucht hatte, einen Polizisten anzugreifen. Die Rechten machten anschließend in Hohenschönhausen weiter. Dort verletzte ein Gegendemonstrant einen Beamten.

dpa

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