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Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt bei mehr als 47 Prozent

Landtagswahlen Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt bei mehr als 47 Prozent

In Sachsen-Anhalt sind am Sonntag deutlich mehr Menschen zur Landtagswahl gegangen als noch 2011. Wie die Landeswahlleiterin mitteilte, lag die Wahlbeteiligung um 16 Uhr bei 47,1 Prozent. Bei der vorausgegangenen Landtagswahl waren es zu diesem Zeitpunkt erst 40,2 Prozent.

In drei Bundesländern wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt.

Quelle: dpa

Magdeburg/Leipzig. In Sachsen-Anhalt sind am Sonntag deutlich mehr Menschen zur Landtagswahl gegangen als noch 2011. Wie die Landeswahlleiterin mitteilte, lag die Wahlbeteiligung um 16.00 Uhr bei 47,1 Prozent. Bei der vorausgegangenen Landtagswahl waren es zu diesem Zeitpunkt erst 40,2 Prozent. Allerdings dürfte der Spitzenwert bei einer Landtagswahl nicht mehr erreicht werden. Dieser lag 1998 am Ende des Wahltages bei 71,5 Prozent. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk berichtete, rechnete Landeswahlleiterin Christa Dieckmann mit einer Wahlbeteiligung von insgesamt 60 Prozent.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff gab am Sonntag im Neuen Rathaus in Wittenberg seine Stimme zur Landtagswahl abgegeben. Der CDU-Politiker wurde beim Urnengang von seiner Frau Gabriele begleitet. Die Spitzenkandidaten der Linken und der SPD, Wulf Gallert und Katrin Budde, gaben in Magdeburg ihre Stimmen ab. Gallert sagte im Anschluss an die Stimmabgabe, zu der er von seiner Frau begleitet wurde, er hoffe weiterhin, dass es für ein rot-rot-grünes Bündnis im Landtag reiche. Der 52 Jahre alte gebürtige Havelberger versucht als Oppositionsführer im dritten Anlauf in die Staatskanzlei einzuziehen.

Budde, die mit Ehemann Andreas und ihren Zwillingstöchtern zur Wahl in die Grundschule Salbke kam, warf ihren Stimmzettel kurz vor 11 Uhr in die Wahlurne. "Das sind zwei Stimmen für mich", sagte die 50 Jahre alte Partei- und Fraktionschefin. Seit 1990 ist sie im Landtag und hat auch schon Regierungserfahrung. 2001/2002 war sie Wirtschaftsministerin in einer von der damaligen PDS tolerierten SPD-Minderheitsregierung.

AfD könnte zweistelliges Ergebnis einfahren

Rund 1,9 Millionen Menschen in Sachsen-Anhalt sind am Sonntag zur Wahl des neuen Landtags aufgerufen. Um 8 Uhr öffneten mehr als 2000 Wahllokale. 20 000 Helfer stehen für die Überwachung und anschließende Auszählung bereit. Mit ersten Ergebnissen wird bereits kurz nach Schließung der Lokale um 18 Uhr gerechnet. Umfragen sahen zuletzt die CDU klar vorn. Ob es für eine Neuauflage der schwarz-roten Koalition reicht, ist aber unklar. Mit Spannung wird auch das Abschneiden der rechtspopulistischen AfD erwartet. Sie könnte auf Anhieb mit einem zweistelligen Ergebnis für die nächsten fünf Jahre ins Landesparlament einziehen.

Auch in zwei weiteren Bundesländern wird am Sonntag gewählt. In Baden-Württemberg kämpft Deutschlands einziger Ministerpräsident der Grünen, Winfried Kretschmann, um eine zweite Amtszeit. In Rheinland-Pfalz liefern sich SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer und CDU-Herausforderin Julia Klöckner ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Auch in den alten Bundesländern könnte die rechtspopulistische AfD in die Landtage einziehen. Den Prognosen nach, könnte die Regierungsbildung sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz dann schwierig werden, da die bestehenden Koalitionen dann keine Mehrheiten mehr hätten.

Entscheidend dürfte auch die Wahlbeteiligung in den Bundesländern sein. In Rheinland-Pfalz gaben 2011 61,8 Prozent der Menschen ihre Stimme ab. Waren es in Baden-Württemberg 2011 mit 66,3 Prozent knapp zwei Drittel der Wahlberechtigten, zog es in Sachsen-Anhalt nur gut jeden Zweiten (51,2 Prozent) in die Wahllokale.

LVZ

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