Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+
Unterschrift am Krankenbett: Reker nimmt OB-Wahl in Köln an

Kommunen Unterschrift am Krankenbett: Reker nimmt OB-Wahl in Köln an

Nun ist es amtlich: Die parteilose Henriette Reker ist neue Oberbürgermeisterin von Köln. Die Umstände ihrer Wahl werden allerdings noch lange in Erinnerung bleiben - die Unterschrift leistete sie in der Klinik.

Voriger Artikel
Nach Razzia: Rechtsextreme wollten Flüchtlingsheime angreifen
Nächster Artikel
Gabriel will in der SPD Doppelspitzen aus Frauen und Männern

Die parteilose Henriette Reker ist neue Oberbürgermeisterin von Köln. Am Krankenbett unterzeichnete sie die Annahmeerklärung.

Quelle: Oliver Berg

Köln. Die bei einem Messerangriff schwer verletzte Henriette Reker hat die Wahl zur Kölner Oberbürgermeisterin angenommen. Am Donnerstag habe sie um 12.10 Uhr die Annahmeerklärung unterzeichnet, teilte die Stadt mit. Damit sei sie ab sofort als neue Rathauschefin im Amt.

Die parteilose Politikerin, die bei der Wahl von CDU, Grünen und FDP unterstützt wurde, liegt nach dem Anschlag noch in einer Klinik. Ihr Sprecher sagte, sie habe die Erklärung am Krankenbett unterschrieben.

Nach Angaben der Stadt befindet sich Reker auf dem Weg der Besserung. Ihre neuen Aufgaben werden allerdings vorerst andere übernehmen. An der Spitze der Stadtverwaltung ist das vertretungsweise Stadtdirektor Guido Kahlen.

Im Rat und als Repräsentantin der Stadt wird Reker von den Bürgermeistern vertreten. CDU-Bundesvize und NRW-Parteichef Armin Laschet twitterte kurz nach der Meldung von Rekers Amtsannahme, dass "der Politikwechsel in Köln" nun beginnen könne. Reker folgt im Rathaus auf Jürgen Roters von der SPD.

Die 58-Jährige war am Samstag einen Tag vor ihrer Wahl zur Oberbürgermeisterin von einem 44-Jährigen aus vermutlich fremdenfeindlichen Motiven niedergestochen worden. Inzwischen ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen den Mann. Er sitzt in Untersuchungshaft. Reker war vor ihrem Wechsel auf den OB-Posten als Sozialdezernentin auch zuständig für die Flüchtlinge in Köln. Im Wahlkampf hatte sie sich wiederholt für die Integration von Asylbewerbern ausgesprochen.

Der Anschlag hatte über Parteigrenzen hinweg zu einer Diskussion über die Verrohung des politischen Klimas in Deutschland geführt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr