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SPD-Chef Gabriel: "Natürlich will ich Bundeskanzler werden"

Parteien SPD-Chef Gabriel: "Natürlich will ich Bundeskanzler werden"

Sinkende Umfrage-Werte der Union lassen bei der SPD Hoffnung aufkeimen: Parteichef Gabriel traut sich die K-Frage zu, wenn die Genossen ihn ins Rennen schicken wollen.

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Der SPD-Parteivorsitzende und Vizekanzler Sigmar Gabriel.

Quelle: Rainer Jensen/Archiv

Berlin. SPD-Chef Sigmar Gabriel hat untermauert, dass er bei der nächsten Bundestagswahl auf Sieg setzt und 2017 selbst gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) antreten will.

"Natürlich will ich Bundeskanzler werden, wenn die SPD mich aufstellen will. Das ist doch gar keine Frage", sagte der Vizekanzler dem "Stern". Weiter sagte er: "Ich habe mir geschworen, die Frage, wer führt die Partei in die nächste Wahl, nicht von meiner persönlichen Eitelkeit abhängig zu machen."

Traditionell hat der SPD-Vorsitzende das erste Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur. Im Sommer wurde bei den Sozialdemokraten debattiert, über die Kandidatenfrage abstimmen zu lassen.

Parteivize Ralf Stegner begrüßte das Signal von Gabriel in der K-Frage. "Wenn der Parteivorsitzende kurz vor einem Parteitag sagt, ich trete an, wenn meine Partei mich will, ist das doch ein gutes Zeichen", sagte Stegner der Deutschen Presse-Agentur. Mitte Dezember stellt sich Gabriel bei einem Parteitag in Berlin zur Wiederwahl.

Während in der Flüchtlingskrise die CSU völlig von der Rolle sei und die Führungsstärke von Kanzlerin Angela Merkel in der Union offen angezweifelt werde, sei es gut, dass Gabriel und die SPD Stärke zeigten, meinte Stegner.

Noch Ende Juli hatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) angesichts der Popularität Merkels einen Sieg seiner Partei bei der Bundestagswahl offen infrage gestellt. Es sei schwer, gegen diese Kanzlerin zu gewinnen; eine bloße Regierungsbeteiligung könne daher auch Wahlziel für seine Partei sein. Albig stellte auch infrage, ob die Bezeichnung Kanzlerkandidat für die SPD überhaupt noch passe.

Angesichts der Flüchtlingskrise sinken Merkels Zustimmungswerte jedoch inzwischen, ebenso die Umfragewerte von CDU/CSU. Als wichtige Wegmarken im Kräfteverhältnis von Union und SPD gelten die Landtagswahlen im März in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.

Ein rot-rot-grünes Bündnis gilt wegen großer Differenzen zwischen SPD und Linkspartei für 2017 als kaum wahrscheinlich. So betonte Linke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht: "Gabriel will Kanzler werden - bei seiner Politik fragt man sich nur, mit wem?"

dpa

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