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Polizei löst Pegida-Demo in Köln auf

Kriminalität Polizei löst Pegida-Demo in Köln auf

Böller und Flaschenwürfe: Die Polizei beendet eine Demonstration von Rechtsextremen in Köln. Unterdessen steigt die Zahl der Strafanzeigen nach den Übergriffen in der Silvesternacht drastisch an.

Polizisten drängen mit einem Wasserwerfer am 09.01.2016 in Köln (Nordrhein-Westfalen) bei einer Demonstration von Rechtsextremen die Teilnehmer zurück.

Quelle: dpa

Köln. Nach Flaschenwürfen auf Beamte hat die Polizei am Samstag in Köln eine Demonstration von Rechtsextremisten, Hooligans und Pegida-Anhängern aufgelöst.

 Aus der Menge von etwa 1700 Demonstranten - zumeist Hooligans - seien immer wieder Flaschen, Böller und Steine geworfen worden, teilte die Polizei mit. Die Polizei setzte schließlich Wasserwerfer ein und beendete die Veranstaltung.

 Nach vorläufigen Angaben wurden mehrere Polizisten und ein Journalist verletzt. 15 Demonstranten wurden in Gewahrsam genommen, um weitere Straftaten zu verhindern, teilte die Polizei am Abend mit.

Die Übergriffe auf Frauen in Köln haben die Emotionen hochkochen lassen. Nach Würfen von Flaschen und Böllern löste die Polizei eine Demonstration von Rechtsextremisten und Pegida-Anhängern auf.

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In unmittelbarer Nähe protestierten gleichzeitig mehr als 1300 Menschen überwiegend friedlich gegen Rassismus und Sexismus. Hintergrund beider Demonstrationen waren die massiven sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in der Domstadt.

 Die Zahl der Strafanzeigen nach Vorfällen an Silvester hat sich unterdessen drastisch erhöht. Inzwischen gebe es 379 Anzeigen, teilte die Polizei am Samstag mit. In etwa 40 Prozent der Fälle ermitteln die Kriminalbeamten demnach unter anderem wegen Sexualstraftaten. Der Blick der Polizei richtet sich den Angaben zufolge größtenteils auf Personen aus nordafrikanischen Ländern. Es müsse aber noch ermittelt werden, ob sie mit konkreten Straftaten in Verbindung gebracht werden können. Aus einer Menge von rund 1000 Männern heraus sollen kleine Gruppen Frauen umzingelt, bedrängt und bestohlen haben.

 Die Demonstration am Samstag war von Pegida NRW angemeldet worden und wurde unter anderem von der rechten Partei Pro Köln unterstützt. Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot auf dem Breslauer Platz hinter dem Kölner Hauptbahnhof. Neben rund 1700 Beamten der Landespolizei waren nach Angaben einer Sprecherin mehrere Hundertschaften der Bundespolizei im Einsatz.

 Schon beim Eintreffen der Demonstranten hatte die Polizei von einer aggressiven und aufgeheizten Stimmung berichtet. Kurz nachdem sich der Pegida-Demonstrationszug nach einer Kundgebung in Bewegung gesetzt hatte, flogen Gegenstände. Die Polizei drohte zunächst über Lautsprecher mit dem Einsatz von Wasserwerfern und Schlagstöcken. Schließlich stoppte der Einsatzleiter den Umzug und forderte die Demonstranten auf, zurück zum Breslauer Platz zu gehen. Von dort wurden sie unter Polizeibegleitung zu ihren Zügen gebracht. Im Nachhinein gab es noch einige kleinere Rangeleien an verschiedenen Orten.

 Im Oktober 2014 war eine Demonstration von Hooligans und Rechtsextremen - der Gruppe Hogesa - am selben Ort völlig aus dem Ruder gelaufen. Damals lieferten sich Demonstranten und Polizisten stundenlange Straßenschlachten, 50 Polizisten wurden verletzt.

dpa

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