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Helfer in der Flüchtlingskrise fordern: Die Politik muss uns entlasten

RND exklusiv Helfer in der Flüchtlingskrise fordern: Die Politik muss uns entlasten

Die in der Flüchtlingshilfe engagierten Hilfsorganisationen fordern mehr Entlastung von der Politik.  Von der Bundesregierung erwarten das DRK, die Johanniter, die Diakonie und die AWO, dass sie den Streit um Transitzonen beilegt und drängende Probleme bei der Flüchtlingsversorgung angeht.

Quelle: DRK Sachsen

Berlin. Die in der Flüchtlingshilfe engagierten Hilfsorganisationen fordern mehr Entlastung von der Politik.  Von der Bundesregierung erwarten das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter, die Diakonie und die AWO, dass sie den Streit um Transitzonen beilegt und drängende Probleme bei der Flüchtlingsversorgung angeht. „Wir appellieren an die Politik, die Registrierung der Flüchtlinge und die Bearbeitung der Asylanträge schneller vorzunehmen, um die oft überfüllten Notunterkünfte entlasten zu können“, sagte der DRK-Generalsekretär Christian Reuter dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören.

Um ehrenamtliche Helfer zu entlasten, fordern die Johanniter den Gesetzgeber zum Handeln auf.  „Damit die Ehrenamtlichen ihre wichtige Aufgabe weiterhin erfüllen können, müssen verbindliche Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe geschaffen werden –  Ehrenamtliche müssen von ihren Arbeitgebern bei Lohnfortzahlung freigestellt werden“, sagte Wolfram Rohleder vom Bundesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe dem RND. Zudem müsse der Betrieb von Flüchtlingseinrichtungen „so schnell wie möglich“ auf hauptamtliche Strukturen umgestellt werden.

Der Diakonieverband erwartet von den Behörden mehr Flexibilität bei der Suche nach geeigneten Unterkünften. „Derzeit werden nur Angebote, die mehrere hundert Menschen unterbringen können, geprüft – Beherbergungsmöglichkeiten für etwa 50 Personen werden als nicht lohnenswert angesehen“, sagte Diakonie-Vorstandsmitglied Maria Loheide dem RND. „Wir erwarten, dass die Behörden auch kleinere Angebote prüfen.“

Wolfgang Stadler, Bundesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, kritisiert das Unionskonzept zu Transitzonen:  „Transitlager würden nur funktionieren,  wenn die gesamte Grenze abgesichert werden würde und die Unterbringung der einreisenden Flüchtlinge zwangsweise erfolgen würde“, sagte Stadler dem RND. Dies sei nicht umsetzbar und zudem rechtsstaatlich fragwürdig. „Das individuelle Grundrecht auf ein faires Asylverfahren muss in jedem Falle gewährleistet sein“, sagte Stadler.

Marina Kormbaki

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