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Gröhe will Kommunikation von Arzt und Patienten verbessern

Gesundheit Gröhe will Kommunikation von Arzt und Patienten verbessern

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten verbessern. Sein Ministerium fördert dazu ein Gesundheits-Start-up, das die ärztliche Fachsprache für Patienten verständlicher machen soll.

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Minister Gröhe informiert sich über den aktuellen Stand im Bereich computergestützter Medizin.

Quelle: Hendrik Schmidt

Leipzig. Zwischen neun und 15 Milliarden Euro gingen schätzungsweise jährlich verloren, weil die Kommunikation zwischen beiden Seiten nicht ausreichend funktioniere, machte Gröhe am Mittwochabend in Leipzig während seiner Sommerreise deutlich.

Auf einer Plattform "washabich.de" können sich Patienten mit ihrem ärztlichen Befund melden und bekommen kostenlos eine "Übersetzung" der ärztlichen Aufzeichnungen in eine verständliche Sprache. Mit seinem Arzt "auf Augenhöhe kommunizieren", ist das Motto des vor fünf Jahren von Studenten gegründeten gemeinnützigen Start-ups. Inzwischen seien 28 000 Befunde übersetzt worden, erläuterte Geschäftsführer Ansgar Jonietz.

"Jetzt weiß ich endlich, was ich meinen Arzt fragen kann", "jetzt passe ich mehr auf, was ich esse" oder "jetzt nehme ich meine Tabletten regelmäßig", seien Reaktionen der Patienten gewesen, die eine "Übersetzung" ihrer Befunde in einer patientenfreundlichen Sprache bekommen hätten, berichtete Jonietz. Auch die Reaktionen der Ärzte seien grundsätzlich positiv. Seit kurzem bietet das Start-up auch für Entlassbriefe aus dem Krankenhaus eine "Übersetzung" an: Entlassbriefe für Patienten, nicht nur für Ärzte.

Inzwischen gibt das Sozialunternehmen auch "Kommunikationskurse für die Ärzte von morgen". Zudem denken sie darüber nach, solche Übersetzungshilfen auch in anderen Sprachen anzubieten, etwa in Türkisch. Als Übersetzer kommen Fachleute auf freiwilliger Basis in Frage: Medizinstudenten ab dem 8. Fachsemester, praktizierende Ärzte und Ärzte im Ruhestand. Die "Übersetzungen" seien zwar kostenlos, Spenden aber willkommen, sagt Jonietz.

dpa

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