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Erste Syrien-Flüchtlinge kommen Ende des Monats nach Sachsen

Erste Syrien-Flüchtlinge kommen Ende des Monats nach Sachsen

Dresden.  Die ersten von insgesamt 257 Flüchtlingen aus Syrien werden Ende des Monats in Sachsen erwartet. Wie das sächsische Innenministerium am Montag mitteilte, handelt es sich dabei um eine sechsköpfige Familie, die an diesem Mittwoch mit einem Charterflug in Deutschland ankommen und dann nach zweiwöchigem Aufenthalt in einem niedersächsischen Erstaufnahmelager in Nordsachsen untergebracht werden soll.

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Flüchtlingslager im Irak: Eine Million Kinder sind nach Angaben der Vereinten Nationen auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien.

Quelle: Kamal Akrayi

Deutschland hatte sich im März zur Aufnahme von 5000 Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien bereiterklärt, die über den sogenannten Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer verteilt werden. Auf Sachsen entfallen danach 257 Flüchtlinge.„Selbstverständlich hilft auch Sachsen in dieser Situation. Wir werden uns unserer humanitären Verantwortung nicht entziehen“, sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU).

„Ich bedanke mich bei allen, die sich dabei engagieren.“Die sechsköpfige Familie werde nach Mitteilung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge am Mittwoch zusammen mit 103 weiteren Kriegsflüchtlingen in Deutschland landen, teilte das Ministerium mit.Die Syrer werden zunächst in den Aufnahmelagern Friedland und Bramsche in Niedersachsen untergebracht und medizinisch versorgt. Außerdem erhalten sie dort einen Orientierungskurs. Anschließend werden sie dann auf die Kommunen in den Bundesländern verteilt.

Die Familie soll den Angaben zufolge am 25. September in den Landkreis Nordsachsen kommen.Die zehn sächsischen Landkreise und drei kreisfreien Städte müssen jeweils knapp 20 Flüchtlinge unterbringen. Bei ihrer Verteilung sollen familiäre Bindungen berücksichtigt und Familien möglichst nicht auseinandergerissen werden. Wie und wo die Menschen unterkommen, regeln die Kommunen selbst.

Das Deutsche Rote Kreuz sowie die Evangelische Landeskirche mit ihren Hilfsdiensten haben nach Angaben der Staatsregierung ihre Unterstützung angeboten. Wegen der begrenzten Kapazität in den niedersächsischen Durchgangslagern dürfte sich die Aufnahme aller Flüchtlinge über zwei oder drei Monate hinziehen.Die Syrer werden nicht in bestehenden Asylbewerberheimen untergebracht.

Das UNHCR, die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen, hat die Menschen als besonders schutzbedürftig ausgewählt. Deshalb müssen sie sich in Deutschland auch keinem Asylantragsverfahren unterziehen. Sie erhalten zunächst eine befristete Aufenthaltsgenehmigung für zwei Jahre. Solange sie Sozialleistungen in Anspruch nehmen, muss ihr Wohnort in Sachsen liegen.

dpa/sn

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