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Bundesjustizminister: „Nicht warten, bis es den ersten Toten gibt“

Appell Bundesjustizminister: „Nicht warten, bis es den ersten Toten gibt“

Bundesjustizminister Heiko Maas hat Politik und Gesellschaft dazu aufgerufen, sich Rassismus und Fremdenfeindlichkeit offen entgegenzustellen. „Wir dürfen nicht warten, bis es den ersten Toten gibt. Wir brauchen eine neue Kultur des Widerspruchs.“

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Bundesjustizminister Heiko Maas

Quelle: dpa

Berlin.. Bundesjustizminister Heiko Maas hat Politik und Gesellschaft dazu aufgerufen, sich Rassismus und Fremdenfeindlichkeit offen entgegenzustellen. „Wir dürfen nicht warten, bis es den ersten Toten gibt. Wir brauchen eine neue Kultur des Widerspruchs“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). Die schweigende Mehrheit in der bürgerlichen Mitte dürfe nicht länger schweigen.

Der Justizminister verurteilte die jüngsten fremdenfeindlichen Übergriffe in Sachsen: „Wer Asylunterkünfte anzündet oder mit unverhohlener Freude Beifall dafür klatscht, für den gibt es keine Rechtfertigung und keine Entschuldigung. Das ist an Rohheit und Primitivität nicht zu überbieten.“

Maas appellierte an die Bürger, sich von der AfD und der Pegida-Bewegung fernzuhalten. „Jeder, der bei AfD oder Pegida mitläuft, sollte wissen, wen er da unterstützt: Wer Flüchtlinge mit ihren Kindern an der Grenze erschießen lassen will, der hat verfassungsfeindliche Gewaltfantasien“, sagte er. Mit den Werten des christlichen Abendlandes habe das nichts zu tun. „Die AfD entwickelt sich zu einer rechtsradikalen Partei.“

dpa

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