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Banden-Kriminalität auf höchstem Stand seit 2006

Kriminalität Banden-Kriminalität auf höchstem Stand seit 2006

Schon einer Verbrecherbande anzugehören soll künftig verboten sein - so will es die Bundesregierung. Mehr als 100 Ermittlungsverfahren allein gegen bandenmäßig organisierte Einbrecher und Diebe gab es 2014.

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Bundesinnenminister Thomas de Maiziere zusammen mit dem Präsidenten des Bundeskriminalamts, Holger Münch, bei der Vorstellung des Lageberichts Organisierte Kriminalität.

Quelle: Michael Kappeler

Berlin. Verbrecherbanden haben in Deutschland 2014 so viele Einbrüche und Diebstähle verübt wie seit acht Jahren nicht mehr. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht zur Organisierten Kriminalität hervor, den Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin vorstellte.

Von 108 Ermittlungsverfahren gegen bandenmäßig organisierte Einbrecher und Diebe richteten sich im vergangenen Jahr 27 gegen polnische Banden. Diese brachten überwiegend gestohlene Autos nach Polen.

Die Ermittlungen im Bereich der Eigentumskriminalität richteten sich in 16 Fällen gegen deutsche Banden. In elf Verfahren ging es um Verbrecher aus Litauen. Neun Verfahren betrafen Banden, deren Strippenzieher aus Georgien stammen.

Damit Verbrecherbanden künftig leichter bekämpft werden können, arbeitet die Bundesregierung laut de Maizière an einem Entwurf für ein Gesetz, das bereits die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung unter Strafe stellen soll. 

Insgesamt wurden 2014 bundesweit 571 Ermittlungsverfahren im Bereich der Organisierten Kriminalität eingeleitet. Das ist etwas weniger als im Vorjahr (580), davon wurden 299 Verfahren neu eingeleitet. Die Zahl der Erstmeldungen stieg um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Tatverdächtigen war dagegen mit 8700 (2013: 9155 Tatverdächtige) leicht rückläufig.

Die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität gerate immer mehr "in den Schatten anderer wachsender Aufgaben", wie zum Beispiel die Bekämpfung des islamistischen Terrorismus, Rechtsextremismus und Cyber-Kriminalität, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Dietmar Schilff.

dpa

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