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Absolute Mehrheit der CSU in Bayern wackelt

Parteien Absolute Mehrheit der CSU in Bayern wackelt

Die nächste Landtagswahl in Bayern ist erst in zwei Jahren - das ist in heutigen politischen Maßstäben eine halbe Ewigkeit. Trotzdem dürfte sich die CSU über eine neue Umfrage kaum freuen. Das Problem liegt ihrer Ansicht nach in Berlin.

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Horst Seehofers CSU muss einer neuen Umfrage zufolge um ihre absolute Mehrheit in Bayern bangen.

Quelle: Peter Kneffel

München. Die CSU muss einer neuen Umfrage zufolge um ihre absolute Mehrheit in Bayern bangen. Wäre am Sonntag Landtagswahl, käme die Partei von Horst Seehofer nach der Erhebung im Auftrag von Sat.1 Bayern zwar auf 45 Prozent der Stimmen.

Allerdings würden mit SPD, Grünen, Freien Wählern, AfD und FDP gleich fünf weitere Parteien ins Parlament einziehen - und kämen zusammen auf 49 Prozent. Damit wäre die absolute Mehrheit der CSU-Sitze im Landtag in Gefahr.

Das Rennen ist demnach allerdings denkbar knapp: Die Freien Wähler und die FDP würden derzeit mit fünf Prozent nur knapp in den Landtag einziehen. Die SPD liegt in der Umfrage bei 18 Prozent, die Grünen kommen auf 12 Prozent, die AfD liegt bei 9 Prozent. In der Juli-Umfrage des Senders hatte die CSU noch 47 Prozent erreicht. Die nächste Landtagswahl ist allerdings auch erst in zwei Jahren.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte zu der Umfrage, in den Zahlen zeige sich "ein Berlin-Malus". Bei Umfragen zu politischen Sachfragen wie Flüchtlingspolitik, Steuern oder Rente habe die CSU die überwältigende Unterstützung der Bevölkerung. "Deswegen werden wir in Berlin längst überfällige Entscheidungen der Vernunft einfordern."

SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher sagte zu der Umfrage: "Die Pöbeleien der CSU gegen die Bundesregierung, der sie selbst angehört, zeigen Wirkung." Die CSU sei ihre absolute Mehrheit los, die AfD gewinne hinzu. "Es wird höchste Zeit, dass die arrogante CSU-Allein-Krawallherrschaft in Bayern beendet und durch eine vernünftige Kooperation der Parteien ersetzt wird."

Was eine erneute Kanzlerkandidatur Angela Merkels angeht, ist ein Viertel bis ein Drittel der Bayern derzeit unentschieden: Auf die Frage "Würden Sie persönlich es eher begrüßen, wenn Angela Merkel bei der kommenden Bundestagswahl im Herbst 2017 erneut als Kanzlerkandidatin antritt?" antworteten 33 Prozent mit Ja, 31 Prozent mit Nein - und 28 Prozent sagten, sie seien unentschieden.

Von den befragten CSU-Anhängern würden 40 Prozent eine Kandidatur Merkels begrüßen - 27 Prozent antworteten dagegen mit Nein. 25 Prozent dieser Befragten gaben an, sie seien unentschieden.

Auf die Frage, ob die CSU eine mögliche neue Kanzlerkandidatur Merkels unterstützen sollte, antworteten 34 Prozent der CSU-Anhänger mit Ja und 22 Prozent mit Nein. 36 Prozent waren unentschieden.

Das Hamburger Umfrage-Institut GMS hatte im Auftrag von Sat.1 Bayern zwischen dem 9. und 14. September 1015 Wahlberechtigte befragt.

dpa

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