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Zahl der jungen Kiffer deutlich gestiegen

Gesundheit Zahl der jungen Kiffer deutlich gestiegen

Die Zahl der jungen Cannabis-Konsumenten hat sich in Deutschland stark erhöht. Die Drogenbeauftragte des Bundes sieht eine Ursache in der Legalisierungs-Debatte.

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Hanfparade in Berlin: Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist der Konsum von Haschisch und Marihuana massiv angestiegen.

Quelle: Rainer Jensen/Archiv

Köln. In Deutschland ist die Zahl der jungen Cannabis-Konsumenten stark gestiegen. Das geht aus einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hervor, für die bundesweit 7000 Menschen repräsentativ befragt wurden.

Demnach breitete sich der Konsum in diesen Altersgruppen in den vergangenen sechs Jahren um rund 50 Prozent aus.

So gaben 17,7 Prozent der jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Im Jahr 2008 waren es noch 11,6 Prozent (plus 53 Prozent). Der Anteil der regelmäßigen Konsumenten (mehr als zehnmal in den letzten zwölf Monaten) stieg von 3,1 Prozent im Jahr 2008 auf 4,6 Prozent. Bei den gesamten Befragten im Alter von 12 bis 25 Jahren stieg die Zahl der regelmäßigen Kiffer von 2,3 auf 3,5 Prozent.

"Offenbar wirkt sich die Gesundheitsgefahren verharmlosende Argumentation der Befürworter einer Legalisierung von Cannabis bereits negativ aus", befand die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler. "Der Konsum von Cannabis kann gerade für Jugendliche und junge Erwachsene zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen."

Besonders deutlich ist der Anstieg des Cannabiskonsums in der Gruppe der 18- bis 25-jährigen Männer. Während 2008 noch jeder siebte junge Mann (14,8 Prozent) angab, in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben, war es 2014 fast jeder vierte (23,9 Prozent) - eine Zunahme um 61 Prozent. Bei den 12- bis 17-jährigen Jugendlichen schnellte der Anteil der gelegentlichen Kiffer sogar binnen drei Jahren um etwa 50 Prozent nach oben: Von 4,6 Prozent (2011) auf 7,7 Prozent (2014).

Die Zunahme sei aus gesundheitlicher Sicht bedenklich, so Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale. Forschungsergebnissen zufolge leide die Hirnleistung mit zunehmender Dauer und Intensität des Konsums.

dpa

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