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Verletzte bei Explosion während indischer Hochzeit in Essen

Notfälle Verletzte bei Explosion während indischer Hochzeit in Essen

Eine Explosion trifft eine indische Hochzeitsfeier in einem Gebetshaus im Ruhrgebiet. Ein Maskierter flieht. Drei Menschen werden verletzt, drei Verdächtige kommen wieder frei.

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Die Polizei ist sich sicher: «Etwas ist absichtlich zur Explosion gebracht worden.»

Quelle: Marcel Kusch

Essen. Bei einer indischen Hochzeit in einem Sikh-Gebetshaus in Essen sind durch eine Explosion drei Menschen verletzt worden. Zwei 47- und 56-jährige Männer kamen mit leichten Blessuren davon, die schweren Verletzungen eines 60-Jährigen mussten im Krankenhaus behandelt werden, wie die Polizei am Sonntagmorgen mitteilte.

Es gebe keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund, betonten die Ermittler. Zeugen hätten nach der Explosion eine maskierte Person vom Tatort fliehen sehen, sagte ein Sprecher. Die Fahndung nach dem dunkel gekleideten Verdächtigen brachte zunächst keinen Erfolg.

Kurz nach der Tat nahm die Polizei drei Männer vorläufig fest. Sie hätten in einem schwarzen Geländewagen gesessen, der zuvor in der Nähe des Tatortes gesehen worden war. Die Männer kamen schnell wieder auf freien Fuß, da sich ein Tatverdacht nicht bestätigte.

Laut Bild.de hatte ein Gast der Hochzeitsfeier eine maskierte Person gesehen, die "so eine Art Bombe geworfen" hat. Der Polizeisprecher wollte zunächst nicht bestätigen, dass ein Sprengsatz auf die Hochzeitsgesellschaft geworfen wurde. Aber es handele sich nicht um eine technische Ursache. "Etwas ist absichtlich zur Explosion gebracht worden."

Die Explosion ereignete sich gegen 19.00 Uhr. In dem Gebäude hatte am Nachmittag eine Hochzeit stattgefunden. Ein Teil der Festgesellschaft war zum Zeitpunkt der Explosion noch im Gebäude, andere Teilnehmer waren in einem nahegelegenen Festsaal.

Das Gebäude sei stark beschädigt worden, mehrere Fenster gingen durch die Wucht der Explosion kaputt, sagte der Polizeisprecher. Es habe eine starke Druckwelle gegeben, vor dem Gebäude lagen zahlreiche Splitter, so die Polizei. Am Abend habe die Kriminalpolizei mit der Spurensuche begonnen, die bis in die Nacht dauern sollte.

dpa

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