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US-Ostküste bemüht sich nach Schneechaos um Normalität

Wetter US-Ostküste bemüht sich nach Schneechaos um Normalität

Die Sonne strahlt, der Schnee glitzert: Doch die meisten Menschen an der US-Ostküste haben nur wenig Freude an dem Idyll.

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Ein Schneemann steht vor dem Weißen Haus in Washington. Das Leben in der US-Hauptstadt kommt nach dem schweren Schneesturm langsam wieder in Fahrt.

Quelle: Michael Reynolds

Washington. Nach den gewaltigen Schneefällen am vergangenen Wochenende müht sich die US-Ostküste, Normalität wiederherzustellen. In der Hauptstadt Washington herrschte auch Ausnahmezustand - trotz strahlenden Sonnenscheins.

Busse und U-Bahnen fuhren nur auf wenigen Linien und in stark ausgedünnter Frequenz. Schulen blieben geschlossen, genauso wie Behörden. Auch die US-Regierung machte einen weiteren Tag Pause. Lokale Medien sprachen von "Feiertagsstimmung".

Es könne noch Tage dauern, bis einige Nebenstraßen wieder frei seien, warnten die Behörden laut "Washington Post". Anwohner waren damit beschäftigt, ihre Autos, Hauseingänge und Gehwege freizuschaufeln. Kinder hatten dagegen in den Parks der Stadt Spaß beim Rodeln oder bei Schneeballschlachten. Skifahrer nutzten die abschüssigen Straßen als Skipisten. Das Video eines im Schnee herumtollenden Pandabären im Washingtoner Zoo machte weltweit Furore - ebenso wie das eines Snowboarders, der sich von einem Auto durch die Straßen von New York City ziehen ließ.

Die Menschen sollten soweit möglich weiter zuhause bleiben, teilten die Verwaltungen von Städten wie Baltimore und Washington mit. Auch der Flugverkehr blieb noch beeinträchtigt. Die Flughäfen berichteten, die Normalisierung der Starts und Landungen werde sich hinziehen. Über das Wochenende waren 12 000 Flüge an den Flughäfen der US-Ostküste ausgefallen. 

Der von Medien "Snowzilla" getaufte Sturm bescherte der US-Ostküste seit Freitag große Mengen Schnee und wegen heftigen Windes auch Schneeverwehungen. Die Hauptstadt und die umliegenden Orte der Bundesstaaten Virginia und Maryland waren stark betroffen. In der Gegend um die Millionenmetropole New York, wo mit rund 70 Zentimetern der zweitstärkste Schneefall in der Geschichte gemessen wurde, normalisierte sich das öffentliche Leben schneller.

Mancherorts fiel am Wochenende knapp ein Meter Schnee, teils wurden historische Schneehöhen erreicht. Laut "New York Times" gab es im Zusammenhang mit dem Sturm 29 Tote. Der Fernsehsender ABC sprach von 27 Todesopfern. Die meisten davon starben bei Verkehrsunfällen. In südlichen Bundesstaaten, etwa in Tennessee, hatte es am Freitag Blitzeis gegeben.  

In den Bundesstaaten Delaware und New Jersey brachten indes Sturmfluten Probleme. Zahlreiche Keller wurden überflutet. 

dpa

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