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Tote und Verletzte nach Schüssen in Kalifornien

Kriminalität Tote und Verletzte nach Schüssen in Kalifornien

Eine soziale Einrichtung in Kalifornien, kurz vor Mittag. Plötzlich fallen Schüsse, möglicherweise aus mehreren Waffen. US-Medien berichten von zwölf Toten.

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Sicherheitskräfte in San Bernardino.

Quelle: Doug Saunders/Los Angeles News Group/EPA

San Bernardino. In einer Behinderteneinrichtung im kalifornischen San Bernardino haben vermutlich mehrere Täter um sich geschossen. Nach Angaben der Fernsehsender Fox News und ABC gab es am Mittwoch zwölf Tote.

Diese Angaben wurden von offiziellen Stellen zunächst nicht im Detail bestätigt. "Es gab mehrere Opfer, es gab auch Tote", sagte Vicki Cervantes vom San Bernardino Police Department. Eine Sprecherin der Loma Linda Universitätsklinik in der Nähe des Tatorts sagte, vier Verletzte seien in das Krankenhaus gebracht worden und drei seien auf dem Weg dorthin.

Von Polizei, Feuerwehr oder anderer offizieller Seite gab es zunächst keine detaillierten Angaben. Die Hintergründe, der genaue Hergang oder ein Motiv waren völlig unklar.

1300 South Waterman Avenue, das Inland Regional Center. Eine staatliche Einrichtung, die sich um Behinderte kümmert. Um 11.00 Uhr (Ortszeit) geht der erste Anruf bei der Polizei ein.

Kurz darauf kreisen Hubschrauber über dem Komplex, die Polizei fährt ein Großaufgebot auf, sichert das Gebiet weitläufig ab. Auch gepanzerte Fahrzeuge werden aufgefahren. Hilfskräfte leisten Erste Hilfe. Die Polizei weist die Anwohner an, auf keinen Fall auf die Straße zu gehen.

Nach Angaben des Fernsehsenders ABC sollen bis zu drei Schützen mit Gewehren bewaffnet gewesen sein. Der oder die Täter flohen in einem schwarzen Wagen, bestätigte die Polizei. Andere Quellen hatten zuvor berichtet, der oder die Täter seien noch länger in dem Gebäude gewesen.

Der Ort des Geschehens liegt etwa eine Stunde östlich vom Zentrum Los Angeles'.

Unter strahlender Sonne trafen vor dem Komplex rasch immer mehr Angehörige von Menschen ein, die in dem Gebäude arbeiten. Ein Mann berichtete bei CNN, seine Tochter habe sich in ihrem Büro eingeschlossen. Weinend sagte er: "Ich habe mit ihr telefoniert, sie hat sich unter ihrem Schreibtisch versteckt."

Ein anderer Mann berichtete bei CBS am Telefon, seine Frau habe sich retten können. "Es geht ihr gut, Gott sei dank. Unglaublich das alles, absolut gespenstisch."

Eine Frau berichtete am ganzen Körper zitternd, die Schüsse seien auch außerhalb des Gebäudes gefallen. Brandon Hunt, Mitarbeiter des Zentrums, sagte: "Die Kollegen haben sich in Büros und Schränken versteckt." Das Geschehen spielte sich nach seiner Darstellung hauptsächlich in der Aula des Gebäudes ab.

Schwer bewaffnete Polizisten sicherten das Gelände. Sie begleiteten mehrere Gruppen von Menschen, die mit erhobenen Händen das Gebäude verließen.

Im Inland Regional Center wird die Betreuung von Menschen mit Entwicklungsverzögerungen koordiniert. Die mehr als 670 Mitarbeiter bieten Programme für 30 000 Menschen an - vom Neugeborenen bis hin zu Senioren.

Der Gebäudekomplex ist gesichert, wer hinein will, braucht normalerweise eine Magnetkarte als Hausausweis. Seit einem Jahr gibt es für die Angestellten auch Training im Umgang mit Amokschützen, wie eine Mitarbeiterin dem Sender CNN erzählte.

US-Präsident Barack Obama ließ sich laufend über die Ereignisse informieren, wie das Weiße Haus mitteilte. Beinahe alle Kandidaten des laufenden Präsidentschaftswahlkampfs äußerten sich auf Twitter oder in anderen Medien.

dpa

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