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Tierische Diebe im Leipziger Gondwanaland: Totenkopfaffen stehlen Handys und Kameras

Tierische Diebe im Leipziger Gondwanaland: Totenkopfaffen stehlen Handys und Kameras

Tatort Totenkopfinsel: Beim Fotografieren im Leipziger Gondwanaland sind zahlreiche Besucher in den vergangenen Wochen von tierischen Dieben bestohlen worden. Zoolotsen und Hinweisschilder warnen die Gäste vor der kriminellen Energie der Totenkopfaffen – doch immer wieder schlagen die flinken Kletterer auf ihrer Jagd nach Handys und Digitalkameras zu.

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Totenkopfaffen im Leipziger Gondwanaland: Die flinken Kletterer stehlen den Besuchern gerne Handys und Digitalkameras.

Quelle: Regina Katzer

So nah wie auf der begehbaren Insel inmitten der Riesentropenhalle kommen die Besucher den Tieren an keiner anderen Stelle in Gondwanaland. Meist herrscht unter den Gästen großes Gedränge, um einen Schnappschuss von Herr Nilsson & Co. – den Artgenossen von Pippi Langstrumpfs berühmtem Kumpanen – zu erhaschen. Da die frei laufenden Tiere mit dem langen Schwanz jedoch besonders neugierig sind, schnappen sie sich jede Beute, die sie kriegen können.

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Ausflug zur Totenkopfaffeninsel im Zoo Leipzig (10. August 2011)

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Zoo appelliert an Besucher

„Die Totenkopfaffen greifen einfach zu, wenn sich ihnen die Gelegenheit bietet, und Handys und Kameras zum Greifen nahe sind“, berichtet Zoosprecherin Maria Saegebarth gegenüber LVZ-Online. Eine Statistik darüber, wie viele Geräte bereits gestohlen wurden, gebe es zwar nicht. Nach einer Eingewöhnungszeit von mehreren Wochen, seien die etwa 30 Zentimeter großen Affen jedoch deutlich aktiver geworden. „Sie mussten erst einmal ihr Revier erkunden. Die Tiere sind sehr lernfähig“, erklärt Saegebarth.

Um der Jagd auf Diebesgut Einhalt zu gebieten, appelliert der Zoo nun verstärkt an seine Besucher. Lotsen laufen Patrouille und weisen die Gäste mit Mikrofondurchsagen darauf hin, ihre Hände nicht auszustrecken, Kameras und Handys gut festzuhalten sowie einen Sicherheitsabstand zu den Tieren einzuhalten. Auch mehrsprachige Hinweistafeln wurden angebracht.

Handy weg – und nun? 

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Suchbild: Wo ist der Totenkopfaffe?

Quelle: Regina Katzer

Saegebarth betont, dass den Totenkopfaffen nichts direkt hingehalten werden solle. Zudem dürfen sie weder gefüttert noch gestreichelt werden. „Die Zoolotsen beobachten ständig die Situation und greifen ein, um derartige Zwischenfälle, wann immer möglich, zu unterbinden.“ Acht der normalerweise in Mittel- und Südamerika beheimateten Tiere leben im Gondwanaland in einer reinen Männer-WG. Kämpfe um die Gunst der Weibchen sollen damit verhindert werden.

Sorgen, dass ihr Handy oder ihre Kamera bei einem Diebstahl spurlos verschwindet, müssten sich die Zoobesucher aber nicht machen. Weder verstecken die Affen ihre Beute, noch beschädigen sie die Geräte. „In den meisten Fällen werden die verloren gegangenen Gegenstände von den Zoolotsen zurückgeholt und dem Besucher wiedergegeben“, sagt Saegebarth. Denn für die Affen sei das Technik-Spielzeug nur in dem Moment interessant, in dem es ihnen hingehalten werde. „Das Interesse daran erlischt jedoch sehr schnell.“

Robert Nößler

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