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Start von "Copernicus"-Satellit zum dritten Mal verschoben

Wissenschaft Start von "Copernicus"-Satellit zum dritten Mal verschoben

"Sentinel-1B" soll aus 700 Kilometern Höhe die Erde abtasten. Doch beim Start hakt es bislang: Erst bläst der Wind zu heftig, dann gibt es technische Probleme.

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Der 2,3 Tonnen schwere «Sentinel» soll aus 700 Kilometern Höhe mit einem Radargerät die Erdoberfläche rund um die Uhr beobachten, auch durch Wolken und Regen hindurch.

Quelle: ESA/ATG medialab/dpa

Kourou/Darmstadt. Nach dreimaliger Verschiebung könnte die Europäische Weltraumorganisation Esa den Erdbeobachtungs-Satelliten "Sentinel-1B" nun am Abend ins All schicken. Eine ausgefallene Einheit der Sojus-Trägerrakete werde ausgetauscht, teilte der Raketenbetreiber Arianespace mit.

Als neuer Starttermin vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana werde 23.02 Uhr deutscher Zeit angepeilt. Zuvor steht allerdings noch eine technische Überprüfung an.

Der 2,3 Tonnen schwere "Sentinel" (englisch für "Wächter") gehört zum ehrgeizigen europäischen Erdbeobachtungsprogramm "Copernicus". Er soll aus rund 700 Kilometern Höhe rund sieben Jahre lang mit einem Radargerät die Erdoberfläche rund um die Uhr beobachten, auch durch Wolken und Regen hindurch.

Der Start war ursprünglich für Freitagabend angesetzt, dieser Termin musste aber wegen zu starkem Wind abgeblasen werden - genauso der zunächst angesetzte Ersatztermin am Samstag. Am Sonntag gab es dann nach Angaben einer Esa-Sprecherin technische Probleme mit der Sojus-Rakete, der Countdown wurde abgebrochen.

"Sentinel-1B" ist der Zwillingssatellit von "Sentinel-1A", mit dem das "Copernicus"-Programm im April 2014 startete. Bereits im All sind außerdem "Sentinel-2A" und "Sentinel-3A". Für dieses Jahr sind zwei weitere "Sentinel"-Starts geplant.

Mit dem Programm Copernicus werden umfassende Daten über Entwicklungen auf der Erde gesammelt. Die Informationen sollen Politikern bei Entscheidungen über Strukturmaßnahmen genauso verlässlich und dauerhaft zur Verfügung stehen wie Unternehmern, Landwirtschaft oder Wissenschaftlern. Aber auch die Überwachung von Grenzen wird mit dem Datenmaterial aus Radar- oder Spektralaufnahmen einfacher.

dpa

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