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Rautenkrokodil und „Einbrecherspinne“: Tierisches aus 2013

Rautenkrokodil und „Einbrecherspinne“: Tierisches aus 2013

Ein entlaufender Emu, der ein Nandu war, eine Kuh im Swimmingpool und ein Katze, die per Handy die Polizei rief - auch tierische Themen bewegten die Sachsen 2013. Ein Aufreger, der über Monate immer wieder Schlagzeilen machte, war der Streit um den Namen eines kleinen Rautenkrokodils.

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Viehtrieb der etwas anderen Art: Feuerwehrleute brachten einen ausgebüxten Nandu zu seinem Besitzer zurück.

Quelle: dpa

Als Ende August im Zoo von Hoyerswerda sieben dieser extrem seltenen Krokodile aus ihren Eiern schlüpften, war es eine kleine Sensation: Erstmals war die Nachzucht der vom Aussterben bedrohten Tierart aus Kuba in Deutschland geglückt. Dass das erstgeborene Kuba-Krokodil den Namen des früheren kubanischen Staatschefs und Revolutionsführers bekam, lag nahe: Fidel - von Fidel Castro. Kritiker fanden das jedoch gar nicht lustig und forderten „mehr Sensibilität im Umgang mit bestimmten Begriffen“. Der Zoo bangte um öffentliche Gelder und so wurde Mitte November Fidelio aus Fidel.

Neue Namen mussten für die neuen Koalas, die etwa zu selben Zeit im Dresdner Zoo eintrafen, nicht gefunden werden. Lange hatte man in der Elbestadt auf die seltenen Beuteltiere gewartet. Im November trafen die beiden Koala-Männchen Mullaya und Iraga dann endlich aus Duisburg ein. Der Dresdner Zoo ist damit neben dem Heimat-Zoo der Koalas in Nordrhein-Westfalen der zweite in Deutschland, in dem die beliebten Tiere zu sehen sind.

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Mullaya und Iraga sind die neuen Stars im Dresdner Zoo.

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Tierisch zu tun hatten 2013 auch immer wieder Feuerwehr und Polizei. Zu Jahresbeginn versuchten Polizisten in Chemnitz vergebens, zwei im Schlossteich festgefrorene Schwäne zu befreien. Erst als ein Hund sie anbellte, stoben die aufgeschreckten Vögel davon - mit Resteis an den Füßen, wie eine Polizeisprecherin sagte. „Die Aufregung hat ihnen wohl ungeahnte Kräfte verliehen.“

In Dresden wagte sich im Januar eine Kuh auf das dünne Eis eines Swimmingpools und brach ein. 20 Einsatzkräfte pumpten den Pool aus und bauten eine provisorische Treppe. „Ohne Probleme stieg die Kuh dann aus dem Pool“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Anschließend wurde sie unversehrt wieder in ihren Stall auf das Nachbargrundstück gebracht.

Als unternehmungslustig erwies sich auch die Äffin Erna aus dem Tiergehege am Pöhlberg in Annaberg-Buchholz. Die Makaken-Dame war im Oktober aus ihrem gerade erweiterten Gehege auf einen in der Nähe stehenden Baum entkommen. Zwei Tage brauchten Tierpfleger, um sie wieder einzufangen.

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Ein im Zoo von Hoyerswerda geschlüpftes Rauten-Krokodil wurde zunächst auf den Namen "Fidel" getauft, bekam nach Protesten von Kritikern jedoch einen anderen Namen.

Quelle: dpa

Einen etwas längeren Ausflug unternahm bereits im April ein Nandu namens Nandine. Erst nach einer Woche wurde der Laufvogel in Salzenforst in Ostsachsen wieder eingefangen. Zuvor war er an verschiedenen Orten aufgetaucht, aber immer wieder entwischt. Zunächst war der Steckbrief auf einen Emu ausgestellt - so heißen die Laufvögel in Australien. Später enttarnte die Polizei den Ausreißer als südamerikanischen Nandu, der kleiner als ein Emu ist.

Noch viel kleiner als Emus sind heimische Spinnen. Doch ein besonders kapitales Exemplar sorgte Ende März im Schlesischen Museum in Görlitz für einen Einbruchsalarm. Die dicke Spinne hatte sich an einem Faden direkt vor einem Bewegungsmelder abgeseilt, wie die herbeigeeilten Polizisten feststellen mussten. Die Beamten fingen das Tier ein und brachten es in Richtung Keller. „Aber weit weg vom nächsten Bewegungsmelder“, versicherte ein Polizist.

Echte Cowboy-Qualitäten bewies eine Polizeistreife in Zittau, als ihr Ende Mai eine ausgebüxte Kuhherde den Weg versperrte. „Drei Männer standen zwölf ausgewachsenen Rindern und einem Kälbchen gegenüber“, beschrieb ein Polizist die Situation. Mit Gesten und Rufen hätten die Beamten die Tiere auf eine angrenzende Wiese getrieben und seien dann dem nächsten Einsatz „entgegengeritten“.

Zu einem vermeintlichen Noteinsatz wurden Rettungskräfte im November in Görlitz von einer Katze gerufen. Sie hatte beim Spielen mit Frauchens Handy die unter einer Notfalltaste gespeicherte SMS mit dem Text „benötigen dringend einen Arzt“ abgeschickt. Erst als die besorgten Helfer das Handy geortet hatten und der ahnungslosen Besitzerin gegenüberstanden, klärte sich das tierische Missgeschick auf.

dpa

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