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„Please give me an Autogramm“ - Promi-Jäger beim Dresdner Semperopernball

„Please give me an Autogramm“ - Promi-Jäger beim Dresdner Semperopernball

Selten ist die Promi-Dichte in Dresden so hoch wie beim Semperopernball. Der zieht nicht nur die Schaulustigen auf den Theaterplatz, sondern auch die Autogrammjäger vor die Dresdner Luxusresidenzen, die dort sehnsüchtig die Ankunft der Stars und Sternchen  erwarten.

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Vor dem Kempinski machten Fans "Jagd" auf Autogramme

Quelle: Juliane Weigt

Bereits um 15 Uhr standen gestern trotz klirrender Kälte die ersten Fans vor den Pforten des Kempinski, manche von ihnen haben bereits 13 Uhr ihre Lager aufgeschlagen. „Die junge Thomalla, die finde ich gut. Die alte mag ich nicht so“, oder: „So ein Saftladen, hier passiert ja gar nichts“, hört man aus dem Mob der Unterschriftensammler. „Ich komme seit neun Jahren extra aus Leipzig zum Semperopernball“, verrät eine Autogrammjägerin, die ihr Autogrammheft ungeduldig wie einen Schatz mit den Fingern umklammert hält.

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Dresden bereitet sich auf den Semperopernball vor.

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Wortlos und in Windeseile rauschte Sophia Thomalla, Moderatorin des gestrigen Abends, an den Wartenden vorbei. „Frau Thomalla ist gerade im Stress, sie hat jetzt keine Zeit“, ruft ihr Manager noch den Leuten zu. Die Stimmung: angespannt - bis endlich eine Eskorte von Polizeiautos den Bereich zwischen Theaterplatz und Grünem Gewölbe dichtmacht. Kurz darauf  steigt Macky Sall, der Präsident des Senegals, aus einer schwarzen Karosse. „Hello, Mister President. Please give me an Autogramm“, tönt es aus der autogrammhungrigen Meute. Geduldig widmete sich der Präsident seinen „Fans“. Er konnte sich nur schwer aus der Menschentraube befreien, doch der Landesvater sah es gelassen.

Mit blendender Laune erreichte schließlich Ex-Boxer Axel Schulz das Kempinski. „Willste ein Autogramm? Natürlich Schatzi“, so Schulz zu einem Fan. Auf den Ball habe er sich besonders gefreut. „Schließlich ist es das allererste Mal, dass ich auf einen Ball gehe“, erzählt der Ex-Boxer. Mit dem Walzertanzen könne er sich noch nicht so anfreunden. Weniger in Feierlaune war Schauspielerin Simone Thomalla, die nur ein müdes Lächeln für die Promi-Jäger übrig hatte, dennoch das ein oder andere Autogramm gab, bevor sie im Hotel verschwand.

Für gut Laune, Trubel und Blitzlichtgewitter vorm „Kempi“ sorgten dann der Berliner Starfriseur Udo Walz, Schauspieler Sven Martinek, Olympiasieger Robert Harting, Kardinal Gerhard Ludwig Müller und Barbara Becker, Ex-Frau von Boris Becker, die zusammen mit Sohn Noah aus den USA angereist ist. „Ich freue mich auf den Abend“, so Becker. „Besonders auf meinen Sohn, der mich schon im Hotel erwartet“.

Kurz bevor es auf den roten Teppich am Theaterplatz ging, zeigten sich noch Nachrichtensprecher Jan Hofer, „Let‘s Dance“-Jurorin Motsi Mabuse und zu guter Letzt Bernd Aust. Der feierte gestern übrigens seinen 70. Geburtstag.

Juliane Weigt

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