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Nachfrage nach Pfefferspray und Co. steigt

Gesellschaft Nachfrage nach Pfefferspray und Co. steigt

Die massiven Übergriffe auf Frauen in Köln verunsichern viele Menschen. Vor diesem Hintergrund steigt die Nachfrage nach Pfefferspray und Co.

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Beim Pfefferspray verzeichnet der Fachhandel in jüngster Zeit eine massive Umsatzsteigerung.

Quelle: Boris Roessler

Marburg/Köln. Seit den Übergriffen in Köln sind Pfefferspray und andere Selbstverteidigungsmittel nach Branchenangaben stark gefragt.

"Die Fachgeschäfte bemerken seit Silvester noch einmal einen massiven Anstieg der Nachfrage", sagte der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB), Ingo Meinhard, in Marburg.

Bereits nach den Anschlägen in Paris im November seien viele besorgte Menschen gekommen, um sich über solche "freien Abwehrmittel" zu informieren und diese zu kaufen. "Sie kommen nun mit den Bildern von Silvester und fragen: "Was kann ich tun, um mich selbst zu schützen?""

Meinhard schätzt, dass sich 2015 der Umsatz mit Pfefferspray, Reizgas oder Schreckschusswaffen im Vergleich zum Vorjahr "mindestens verdoppelt" habe. Über den Anstieg nach den Kölner Vorfällen hatten unter anderem "Welt.de" und die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet.

In einem Kölner Kaufhaus für Outdoor-Ausrüstung war das Spray zeitweise sogar ausverkauft, sagte Sprecher Sebastian Presse. Es habe kräftig nachbestellt werden müssen. In einigen Geschäften für Schieß- und Jagdbedarf in Köln sieht das Bild ähnlich aus.

Es gebe ein "subjektives Bedrohungsgefühl", mit dem die Menschen in die Geschäfte kämen, sagte Verbandsgeschäftsführer Meinhard weiter. Wichtig sei, sich vor dem Kauf zu informieren, gerade auch über die Rechtslage. Pfefferspray zum Beispiel dürfe nur zur Abwehr aggressiver Tiere eingesetzt werden. Wer sich bedroht fühle, könne sich CS-Gas in die Tasche stecken, ein extrem lautes Alarm-Gerät oder eine spezielle Blend-Lampe.

In der Silvesternacht hatten sich am Kölner Hauptbahnhof nach Angaben der Polizei aus einer Menge von rund 1000 Männern heraus Gruppen gelöst, die vor allem Frauen umzingelt, begrapscht und bestohlen haben sollen.

dpa

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