Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Museumsleiter in Polen: Eisenbahntunnel aus Nazizeit entdeckt

Geschichte Museumsleiter in Polen: Eisenbahntunnel aus Nazizeit entdeckt

Erst ein angeblicher "Nazi-Goldzug", nun zwei Eisenbahntunnel und ein Untergrundkomplex so groß wie eine Stadt: Halb Polen ist im Schatzfieber. Doch es melden sich auch kritische Stimmen zu Wort.

Voriger Artikel
107 Tote bei Kran-Unglück in der größten Moschee der Welt
Nächster Artikel
Mehr als 80 Tote bei Gasexplosion in Indien

Museumsschacht der ehemaligen Julia/Thorez Zeche im polnischen Walbrzych: In einem unterirdischen Versteck zwischen den Kilometerpunkten 60 und 65 wird ein deutscher Panzerzug aus dem Zweiten Weltkrieg in etwa 70 Metern Tiefe vermutet.

Quelle: Arno Burgi

Walbrzych. Der Wirbel um angebliche Nazi-Schätze in Polen hält an. Nachdem zunächst Gerüchte über einen "Nazi-Goldzug" in Niederschlesien für Aufregung gesorgt hatten, sollen nun zwei Eisenbahntunnel entdeckt worden sein, die in ein unterirdisches Stollensystem führen.

"Der Komplex hat die Ausmaße einer Großstadt", mutmaßte einer der Entdecker und Chef eines örtlichen Museums, Krzysztof Szpakowski, im Sender TVN24.

Die bisher unbekannten Anlagen bei Walbrzych (Waldenburg) sollen demnach Teil des gigantischen NS-Bauvorhabens "Riese" gewesen sein. Es ist seit langem bekannt, dass die Nazis unter furchtbaren Bedingungen KZ-Häftlinge zwangen, ein Stollensystem in das Eulengebirge zu graben. Tausende kamen dabei ums Leben.

Spekuliert wird nun über einen Zusammenhang zwischen den Eisenbahntunneln und dem angeblichen "Goldzug". Örtliche Zeitungen meldeten "eine weitere Sensation". Oder sind die Entdecker doch nur Trittbrettfahrer, die vom Medienrummel profitieren und Touristen in ihr Museum locken wollen? Polnische Zeitungen nennen das schon den "Goldzug-Effekt". Fernsehsender brachten unterdessen am Wochenende wieder Sondersendungen über die Suche nach im Krieg im damals deutschen Schlesien versteckte Schätze.

Der Rummel in polnischen Medien um angebliche Nazi-Schätze, Goldverstecke und Panzerzüge hat im Ausland allerdings auch kritische Stimmen auf den Plan gerufen. Die renommierte Schweizer Zeitung "NZZ" merkte am Samstag in einem Beitrag an: "Die Gemengelage irritiert: Die Nazis, die systematisch Juden jagten und fabrikmässig vergasten, sollen in freier Natur sagenhafte Schätze vergraben haben, auf die man verzückt Jagd macht."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.