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Mindestens 25 Tote nach Feuer in Klinik in Saudi-Arabien

Brände Mindestens 25 Tote nach Feuer in Klinik in Saudi-Arabien

Mehrfach gab es dieses Jahr in Saudi-Arabien schwere Unglücke. Allein bei einer Massenpanik in Mekka starben Hunderte. Jetzt brannte eine Geburts- und Frühchenstation.

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Völlig ausgebrannter und verkohlter Räum.

Quelle: Saudische Presse-Agentur

Riad (dpa) - Bei einem Feuerdrama in einem saudischen Krankenhaus sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. 123 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte das saudische Gesundheitsministerium mit.

Nach Angaben des lokalen Zivilschutzes brach der Brand in der Nacht im ersten Stockwerk einer Klinik der Stadt Dschasan im Südwesten des Königreichs aus. Dort seien unter anderem die Intensiv-, die Geburts- und die Frühchenstation untergebracht.

Der arabische Nachrichtenkanal Al-Arabija meldete, unter den Toten sei auch ein Kind. Ein Reporter des Senders berichtete, der erste Stock sei völlig ausgebrannt. Die meisten Opfer seien infolge der Rauchentwicklung erstickt. Augenzeugen berichteten demnach, dass ein Notausgang mit Ketten verschlossen gewesen sei und sich der Rauch über die Klimaanlage über mehrere Stockwerke ausgebreitet habe. Laut Angestellten sei die Klinik vom Zivilischutz mehrfach gewarnt worden, dass die Feuerschutzmaßnahmen unzureichend seien.

Der Generaldirektor der lokalen Gesundheitsbehörde, Ahmed al-Sahli, wies jedoch den Vorwurf zurück, die Sicherheitsstandards hätten nicht ausgereicht. "Der Feueralarm hat funktioniert und alle Patienten haben ihn gehört", sagte er in einem Interview mit Al-Arabija. Auch alle Notausgänge seien offen gewesen.

Bilder im Fernsehen und auf Twitter zeigten völlig ausgebrannte und verkohlte Räume. Auf einem Amateurvideo war zu sehen, wie Helfer über eine Leiter in den ersten Stock kletterten. Die Brandursache war zunächst unbekannt. Die Behörden nahmen Ermittlungen auf.

Die Klinik wurde nach Ausbrechen des Feuers geräumt. Feuerwehren und Rettungsteams aus der ganzen Region seien zu dem Krankenhaus geeilt, erklärte der Sprecher des Zivilschutzes weiter. Die Küstenstadt Dschasan liegt im Südwesten des islamisch-konservativen Königreichs unweit der Grenze zum Bürgerkriegsland Jemen.

Saudi-Arabien hat in diesem Jahr mehrere schwere Unglücke erlebt. Bei einer Massenpanik während der Pilgerfahrt nach Mekka kamen im September Hunderte ums Leben. Offizielle Stellen berichteten von 769 Toten. Eine Zählung der Deutschen Presse-Agentur ergab jedoch, dass bei dem Unglück mehr als 1800 Menschen getötet wurden, darunter viele Iraner. Das Unglück verschärfte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran.

Kurz zuvor waren in Mekka mehr als 100 Menschen getötet worden, als bei einem schweren Unglück ein riesiger Kran auf einen Teil der Großen Moschee stürzte. Ein saudisches Gericht urteilte, das Unglück sei keine Folge grober Fahrlässigkeit gewesen. Der Kranhersteller Liebherr erklärte jedoch, die Baumaschine sei nicht richtig gesichert gewesen. Der Kran war in Baden-Württemberg hergestellt worden.

dpa

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