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Luxemburg will in Weltraum-Bergbau einsteigen

Rohstoffe Luxemburg will in Weltraum-Bergbau einsteigen

Das kleine Luxemburg mit gut 500 000 Einwohnern hat Großes vor: Es will beim Weltraum-Bergbau ganz vorn dabei sein. Eine erste Mission ins All soll bereits in den nächsten drei Jahren starten.

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Ariane 5-Rakete beim Start vom Weltraumbahnhof in Französisch Guyana. Luxemburg will in Weltraum-Bergbau einsteigen und europäischen Zentrum für Forscher und Firmen werden.

Quelle: Baudon/epa

Luxemburg. Luxemburg will mit dem Abbau wertvoller Bodenschätze auf Asteroiden zu einer der wichtigsten Weltraumnationen der Erde werden.

Dank seiner Erfahrung im kommerziellen Satellitengeschäft strebe das Großherzogtum "eine globale Führungsrolle bei der nachhaltigen Nutzung von Weltraumressourcen" an, sagte Premierminister Xavier Bettel in Luxemburg.

Innerhalb von drei Jahren soll die von der Regierung ins Leben gerufene Initiative "Space Resources" in der Lage sein, eine erste Erkundungsmission ins All zu senden. "Wir haben den Ehrgeiz, zu den zehn wichtigsten Raumfahrtnationen zu gehören", sagte Etienne Schneider, Wirtschaftsminister des kleinen EU-Landes. Mit dem Projekt sollen Rohstoffe von erdnahen Himmelskörpern - Metalle und Mineralien, aber auch Wasser - abgebaut und vor allem im All für die Raumfahrt genutzt werden. Die Regierung stoße den Weltraum-Bergbau zunächst mit 200 Millionen Euro an. "Das bedeutet nicht, dass unsere Investitionen darauf begrenzt sein werden", sagte Schneider.

Zunächst soll ein luxemburgisches Gesetz auf den Weg gebracht werden, das Forschern und Investoren Rechtssicherheit über das Eigentum an Material aus dem Weltraum gibt. Parallel dazu sollen Forscher und Unternehmen auch aus anderen Ländern nach Luxemburg gelockt werden. Seit kurzem sind auch die beiden US-Unternehmen Deep Space Industries (DSI) und Planetary Resources mit im Boot. Sie haben ihre Europazentralen in Luxemburg eröffnet. Schneider sagte, Luxemburg erwäge auch eine direkte Kapitalbeteiligung an Unternehmen, die Bodenschätze auf Asteroiden abbauen wollen.

"Wir müssen schnell sein", sagte Jean-Jacques Dordain, Ex-Chef der Europäischen Weltraumorganisation ESA. "Wir brauchen erste Ergebnisse innerhalb von drei Jahren." Dies sei wichtig, um Wissenschaftler nach Luxemburg zu ziehen. Es gebe zweifellos einen Markt für den Asteroiden-Bergbau. Die Förderung der Rohstoffe im All sei vor allem wichtig, um diese nicht mehr wie bisher für die Raumfahrt teuer von der Erde anliefern zu müssen. Der frühere Direktor des Ames Research Center bei der US-Weltraumbehörde NASA, Simon Pete Worden, sagte: "Es gibt bei jungen Leuten überall in der Welt eine große Begeisterung für dieses Thema." Dordain und Worden fungieren als Berater und Botschafter des Projekts.

dpa

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