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Leiter der Kölner Spezialeinheiten verliert seinen Posten

Polizei Leiter der Kölner Spezialeinheiten verliert seinen Posten

Nach Mobbingvorwürfen gegen SEK-Beamte beschloss der Kölner Polizeipräsident die Auflösung einer Einheit. Aus Frust darüber sollen Elitepolizisten randaliert haben. Personelle Konsequenzen gibt es aber wegen eines anderen Skandals.

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Nach Mobbingvorwürfen aus den eigenen Reihen wird ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Kölner Polizei aufgelöst.

Quelle: Marius Becker/Archiv- und Symbolbild

Köln. Der Leiter der Kölner Polizei-Spezialeinheiten verliert nach wochenlangen Querelen seinen Posten.

Sein Wechsel innerhalb der Behörde stehe im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen den Beamten, sagte der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers und bestätigte damit Informationen der "Rheinischen Post".

Für ein Foto mit den Chefs der verschiedenen Kölner Spezialeinheiten an einer Rheinbrücke soll eigens ein Polizeihubschrauber aufgestiegen sein. Bereits am Dienstag hat Albers angekündigt, dass eines von mehreren Kölner Spezialeinsatzkommandos aufgelöst wird. Anlass waren Mobbingvorwürfe. Den Polizisten war vorgeworfen worden, zwei Kollegen bei Aufnahmeritualen gedemütigt und erniedrigt zu haben. Die Aachener Staatsanwaltschaft stellte ihre Mobbing-Ermittlungen aber ein, weil die Nachwuchskräfte sich freiwillig an den Aktionen beteiligt hätten.

Nach der Bekanntgabe, dass das SEK aufgelöst wird, sollen Beamte in ihrer Unterkunft randaliert haben. Nach Angaben des Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers ließen sie ein Motorrad auf einem Tisch starten und den Hinterreifen durchdrehen.

Für Medienberichte, wonach Beamte mit einer Kettensäge hantiert haben sollen, habe er keine Hinweise, könne dies aber derzeit auch nicht ausschließen. Polizeibeamte konsumierten demnach auch Alkohol, dies sei aber außerhalb ihrer Dienstzeit geschehen. Derzeit seien gegen zehn Beamte Disziplinarverfahren anhängig, fünf davon wegen des Auftritts auf der Severinsbrücke.

Die Auflösung des SEK-Kommandos betrifft neun Beamte: Vier werden innerhalb der Kölner Polizei auf andere Posten versetzt. Fünf andere Beamten können zu einem SEK außerhalb Kölns wechseln.

dpa

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