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Kreuzfahrtschiff in Seenot - alle 300 Passagiere gerettet

Notfälle Kreuzfahrtschiff in Seenot - alle 300 Passagiere gerettet

Auf einem französischen Kreuzfahrtschiff bricht ein Feuer aus. Das Schiff treibt steuerlos im Südatlantik. Britische Soldaten kommen zur Hilfe - und sprechen von einer dramatischen Rettungsaktion.

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Ein britischer Militärhubschrauber schwebt über dem havarierten Kreuzfahrtschiff «Le Boréal», um Passagiere in Sicherheit zu bringen.

Quelle: Britisches Verteidigungsministerium

Stanley (dpa) - Britische Soldaten haben im Südatlantik mehr als 300 Passagiere eines in Seenot geratenen Kreuzfahrtschiffes gerettet. Hubschrauber bargen unweit der Falklandinseln 79 Menschen von Bord der französischen "Le Boréal" und von zwei Rettungsinseln.

Ein Patrouillenschiff eilte zudem zwei Rettungsbooten mit mehr als 200 Menschen zur Hilfe, teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Alle 347 Passagiere und Besatzungsmitglieder seien bei dem Einsatz am Mittwoch in Sicherheit gebracht worden. Im Maschinenraum des 142 Meter langen Schiffes war demnach ein Feuer ausgebrochen. Die "Le Boréal" trieb manövrierunfähig im Meer und drohte im Osten der Falklandinseln auf Grund zu laufen.

Wie das Ministerium weiter mitteilte, legte das Feuer im Maschinenraum die erst 2010 gebaute "Le Boréal" lahm. Der Kapitän habe daraufhin die Evakuierung angeordnet.

Die Rettungsaktion habe "viele Leben gerettet und verhindert, dass es zu einer menschlichen Tragödie kam", sagte der britische Verteidigungsminister Michael Fallon. Der extrem schwierige Einsatz dauerte mehr als fünf Stunden, hieß es beim britischen Militärsender "Forces TV". Unter den Geretteten seien auch fünf Briten.

Die Falklandinseln sind ein britisches Überseegebiet und liegen rund 400 Kilometer östlich der Küste Argentiniens.

"Wir haben alles eingesetzt, was wir zur Verfügung hatten", sagte ein Kommandeur der britischen Streitkräfte auf den Südatlantikinseln. Es habe sich um eine "gefährliche und extrem schwierige" Rettungsaktion gehandelt. Die Passagiere seien auf eine Militärbasis in Mount Pleasant gebracht und dort versorgt worden. Das Schiff sei stabilisiert worden und werde von Schleppern in einen Hafen gebracht.  

dpa

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