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Japaner vor Everest-Gipfel - mit nur einem Finger

Leute Japaner vor Everest-Gipfel - mit nur einem Finger

Für ihn ist es schwerer, den Eispickel zu halten. Und Schuhe binden kann er gar nicht. Trotzdem greift der Japaner Kuriki, der nur noch einen gesunden Finger hat, den Everest an. Steht er am Donnerstag auf dem höchsten Punkt der Erde?

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Der japanische Bergsteiger Nobukazu Kuriki vor dem Verlassen des Basiscamps am Mount Everest.

Quelle: Narendra Shrestha/Archiv

Kathmandu. Der japanische Bergsteiger Nabukazu Kuriki will am Donnerstag auf dem Gipfel des Mount Everest stehen. Der 33-Jährige wäre der erste und einzige, der in diesem Jahr den 8848 Meter hohen Berg besteigt.

Nach dem schweren Himalaya-Erdbeben im April waren alle anderen Vorhaben sowohl auf chinesischer als auch nepalesischer Seite des höchsten Berges der Welt abgesagt worden.

Er sei am Mittwochabend kurz nach Sonnenuntergang von Camp 4 zur letzten Etappe aufgebrochen, schrieb Kuriki in seinem Blog. Seine körperliche Verfassung sei "nicht schlecht", erklärte der Japaner, der neun abgefrorene Finger hat. Diese hatte er bei einem früheren Everest-Versuch verloren, als er lange in einer Schneehöhle ausharren musste. Der Wind sei noch immer ziemlich stark - er hoffe, den Gipfel am Vormittag zu erreichen. Es sei ein "Marathon".

Kuriki war am Freitag im Basislager aufgebrochen und hatte nach eigenen Angaben am Vortag das letzte Camp auf etwa 7600 Metern Höhe erreicht. Es ist bereits sein sechster Everest-Versuch, der zweite in diesem Jahr. Wegen seiner Behinderung fällt Kuriki vieles nicht so leicht; für ihn ist es etwa schwerer, den Eispickel zu halten, und er kann sich die Schuhe nicht binden. Kuriki ist im Alleingang und ohne zusätzlichen Sauerstoff unterwegs.

Sollte der Japaner es nicht schaffen, wird im Jahr 2015 zum ersten Mal seit Jahrzehnten kein Mensch den Everest-Gipfel erreichen. Nach Angaben der Himalayan Database wurde der Berg bislang 4421 Mal von nepalesischer Seite bestiegen und 2580 Mal von chinesischer. Die meisten Bergsteiger erklimmen den Berg im Frühjahr, dann ist es wärmer und der Wind meist schwächer. Im Sommer verhindert der Monsun einen Aufstieg.

dpa

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