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Immer weniger Sachsen spenden Organe – Tag der Organspende am Samstag

Immer weniger Sachsen spenden Organe – Tag der Organspende am Samstag

Immer weniger Menschen in Sachsen spenden ihre Organe. Waren es 2005 noch 83, sank deren Zahl im Vorjahr auf 66. Das geht aus den Zahlen der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) hervor.

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Organspendeausweis

Quelle: dpa

„Jeder könnte durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit in die Situation kommen, ein neues Organ zu benötigen", appellierte Christa Wachsmuth, Geschäftsführende Ärztin der DSO-Region Ost anlässlich des bundesweiten Tages der Organspende am 4. Juni. Deswegen sei es wichtig, sich über das Thema zu informieren und sich einen Organspendeausweis zuzulegen.

Wenn sie spendeten, gaben die Sachsen oft gleich mehrere Organe. Am meisten transplantiert wurden Nieren (106) und Lebern (54). In 17 Fällen wurde einem hirntoten Sachsen auch das Herz entnommen, in 11 Fällen die Lunge. 2010 wurden 195 Organe in Sachsen gespendet. Die Warteliste für die Patienten ist lang. „Derzeit warten in Deutschland immer noch rund 8000 Menschen auf eine Spenderniere", so Wachsmuth. Jedes Jahr würden mehr als 1000 Menschen sterben, weil nicht rechtzeitig ein neues Organ für sie zur Verfügung stehe.

Umfragen hätten gezeigt, dass rund 80 Prozent der Deutschen einer Organspende positiv gegenüber stehen. „Aber nur 25 Prozent haben einen Organspendeausweis", so Wachsmuth.

Deshalb ist derzeit die Debatte neu aufgeflammt, alle Deutschen nach dem Hirntod zu Organspendern zu machen; außer wenn sie zuvor ausdrücklich widersprochen haben. Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer hat sich dagegen ausgesprochen. „Dieser Vorschlag schafft neue Ängste. Wir wollen die aktive Zustimmung des Einzelnen", so Kretschmer. Er sprach sich stattdessen dafür aus, die Menschen immer wieder mit dem Thema zu konfrontieren - etwa wenn sie einen Führerschein oder Personalausweis beantragten. „Auf diesen beiden Dokumenten könnte die Bereitschaft zur Organspende vermerkt werden."

Das Motto des bundesweiten Tages der Organspende am 4. Juni lautet „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig". Seit 29 Jahren informieren an diesem Tag Selbsthilfeverbände, die Deutsche Stiftung Organtransplantation, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Ministerien, Gesundheitsämter und kirchliche Einrichtungen über Organspende. Die zentrale Veranstaltung findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt. 2012 wird sie in Dresden ausgerichtet.

dpa

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