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Historisches Kirchentreffen: Papst trifft Patriarch Kirill

Kirche Historisches Kirchentreffen: Papst trifft Patriarch Kirill

Was unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. nicht geklappt hat, geht Franziskus nun an: Nach jahrelanger Vorbereitung trifft er den russisch-orthodoxen Patriarchen. Ist eine Annäherung nach so langer Trennung möglich?

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Papst Franziskus (L) und Patriarch Kirill werden sich auf Kuba treffen.

Quelle: Giorgio Onorati, Maxim Shipenkov

Rom. Nach Jahrhunderten der Kirchenspaltung treffen erstmals ein Papst und ein russisch-orthodoxer Patriarch zusammen. Das historische Treffen zwischen Franziskus und Kirill ist am 12. Februar auf Kuba geplant, teilte der Vatikan mit.

Der Papst legt dort auf seinem Weg zu einem mehrtägigen Besuch in Mexiko eine Zwischenstation ein. Die Kirchenoberhäupter wollen bei ihrer rund zweistündigen Begegnung am Flughafen von Havanna zunächst miteinander sprechen und dann eine gemeinsame Erklärung verabschieden.

"Dieses Treffen zwischen den beiden Oberhäuptern der katholischen Kirche und der russisch-orthodoxen Kirche, nach langer Vorbereitung, wird das erste in der Geschichte sein und markiert eine wichtige Etappe in den Beziehungen der beiden Kirchen", sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. "Der Heilige Stuhl und das Patriarchat Moskau hoffen, dass es auch ein Zeichen der Hoffnung für alle Menschen guten Willens sein wird."

Metropolit Ilarion sprach in Moskau von einem "wichtigen Schritt in den Beziehungen zwischen den Kirchen". Er ist für die Außenbeziehungen der russisch-orthodoxen Kirche zuständig. Patriarch Kirill habe darauf bestanden, die Begegnung an einem neutralen Ort abzuhalten und nicht in Europa. "Gerade mit Europa ist die schwere Geschichte der Trennungen und Konflikte zwischen Christen verbunden", sagte Ilarion.

Zu dem Treffen kommt laut Vatikan auch Kubas Präsident Raúl Castro an den Flughafen. "Wenn man sich auf Kuba trifft, heißt das, dass Kuba als ein geeigneter Ort angesehen wird", betonte Lombardi. Präsident Castro sei natürlich in die Organisation eingebunden gewesen.

Die orthodoxen Kirchen sind seit der Kirchenspaltung (Schisma) vor fast 1000 Jahren eigenständig: Im Jahr 1054 hatten sich die Oberhäupter der Ostkirche in Byzanz und der Westkirche in Rom gegenseitig exkommuniziert. Die "orthodoxe Welt" ist in mehr als eine Dutzend unabhängige Kirchen zersplittert. Größte ist russisch-orthodoxe Kirche mit - nach eigenen Angaben - rund 150 Millionen Gläubigen.

Theologisch trennt die Orthodoxen nur wenig von den Katholiken - auch Kirill hob in der Vergangenheit immer wieder die gemeinsamen Werte hervor. Jedoch gibt es auch immer wieder Kritik - etwa an katholischen Missionaren in Russland. Stein des Anstoßes für die Orthodoxen ist auch die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine, deren Liturgie orthodox ist, die aber den Papst als Oberhaupt anerkennt.

In jüngster Zeit gab es neue Signale der Annäherung zwischen dem Heiligen Stuhl und der orthodoxen Kirche. Seit Jahren wurde über ein historisches Treffen der Kirchenoberhäupter verhandelt. "Ich denke, es ist offensichtlich, dass jeder Schritt in Richtung des Dialogs, des Verständnisses, des Willens sich anzunähern, sich zu verständigen, gemeinsam weiterzugehen, mit Blick auf die gespaltene Vergangenheit ein positives Zeichen ist", betonte Lombardi.

dpa

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