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Hamburg kämpft mit vier Konkurrenten um Olympia-Ausrichtung

Sportpolitik Hamburg kämpft mit vier Konkurrenten um Olympia-Ausrichtung

Neben Hamburg kämpfen wie erwartet Budapest, Los Angeles, Paris und Rom um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024. Die Vergabe erfolgt im September 2017 in Lima. In Hamburg wurde vor allem die frühe Veröffentlichung des Gastgebervertrags positiv bewertet.

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Die Tennishalle am Rothenbaum in Hamburg - im Falle eines Zuschlags für Olympische Sommerspiele 2024 oder 2028 will Hamburg die Wettkämpfe möglichst zentral in der Stadt austragen.

Quelle: Wolfgang Langenstrassen

Hamburg. Fünf Städte haben sich wie erwartet fristgerecht um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 beworben. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) mitteilte, sind neben dem deutschen Bewerber Hamburg auch Budapest, Los Angeles, Paris und Rom weiterhin im Rennen.

Toronto und Baku, die ebenfalls Interesse hatten, verzichteten hingegen auf eine Bewerbung. "Wir begrüßen fünf herausragende und hoch qualifizierte Bewerberstädte", sagte IOC-Präsident Thomas Bach am Mittwoch bei der offiziellen Bekanntgabe der endgültigen Kandidatenliste in Lausanne. "Nachhaltigkeit und Vermächtnis sind die Eckpfeiler jeder Bewerbung", fügte der deutsche IOC-Chef in seinem Statement hinzu.

Der Austragungsort für die Sommerspiele in neun Jahren wird im September 2017 beim IOC-Kongress in Lima gewählt. 2016 finden die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro und 2020 in Tokio statt.

Hamburg hatte sich im März im Duell mit Berlin durchgesetzt. Am 29. November dieses Jahres steht in der Hansestadt noch das Referendum an, in dem die Einwohner ihre Zustimmung zu dem Mega-Ereignis in ihrer Stadt geben sollen. Die Stimmung wird als positiv eingeschätzt. "Ich bin mir sehr sicher, dass es eine große Mehrheit geben wird", hatte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz bereits erklärt.

Das IOC veröffentlichte auch den Gastgebervertrag. Dieser regelt die mit der Planung, Organisation und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Spiele verbundenen Rechte und Pflichten zwischen dem IOC und den Ausrichtern. "Wir begrüßen es sehr, dass das IOC mit der Veröffentlichung den Weg der Agenda 2020 weiter konsequent geht. Am ersten Tag nach dem Ende der Bewerbungsfrist ein so umfangreiches Vertragswerk zu veröffentlichen, schafft optimale Klarheit für alle Beteiligten", sagte DOSB-Chef Alfons Hörmann.

Auf dieser Grundlage seien alle Fakten für das anstehende Referendum verantwortungsbewusst zu klären. "Die Bürger werden damit ein genaues Bild davon erhalten, was die Spiele an Kosten und Nutzen bringen", meinte Hörmann.

In Hamburg wertete man vor allem positiv, dass der Gastgebervertrag erstmals schon zu Beginn der offiziellen Bewerbungsphase vorliegt. "Der Ausrichtervertrag wurde im Zuge der IOC-Reformagenda 2020 weiter deutlich gekürzt und vereinfacht. Auch das ist ein Beitrag zur Transparenz und Vertrauensbildung", sagt Sport-Staatsrat Christoph Holstein.

Nikolas Hill, Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft Hamburg 2024, ergänzte: "Nach erster Durchsicht bewerten wir insbesondere die Stärkung von Umweltschutz und Arbeitnehmerrechten sowie die verpflichtende Einhaltung nationaler und internationaler Anti-Korruptionsgesetze positiv. Den Bürgerinnen und Bürgern stellen wir den Vertrag im Transparenzportal der Stadt Hamburg zur Verfügung, damit sich alle eine Meinung bilden können."

dpa

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