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Gefahr bei der Monstersuche: "Pokémon"-Spieler in Not

Kriminalität Gefahr bei der Monstersuche: "Pokémon"-Spieler in Not

Deutschland im "Pokémon"-Fieber: Zahlreiche Fans waren auch am Wochenende unterwegs - oft gut erkennbar am abwesenden Stieren aufs Smartphone. Was viel Spaß verspricht, kann aber höchst gefährlich werden.

Auf der Jagd nach den virtuellen «Pokémon»-Monstern.

Quelle: Christian Bruna/Symbolbild

Hannover/Neumünster. Ausgeraubt und unter Beschuss: Bei der Jagd nach virtuellen "Pokémon"-Monstern haben sich auch in den vergangenen Tagen wieder Menschen in Gefahr gebracht. In Schleswig-Holstein wurde einer 16-Jährigen beim Spielen auf der Straße das Handy gestohlen.

 Ein Radfahrer riss es ihr am Samstagabend in Neumünster aus der Hand. In Niedersachsen wurden drei Spieler auf einem Truppenübungsplatz erwischt, auf dem gerade mit scharfer Munition geschossen wurde. Der Wachdienst habe das Trio am Mittwoch auf dem Gelände der Bundeswehr in Bergen entdeckt, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

 Nicht in Gefahr, aber in großen Gruppen unterwegs waren Spieler bei einer "Pokémon Go Nachtwanderung" in Hannover. Knapp Tausend Menschen liefen am Freitagabend mit Handy vorm Gesicht durch die Innenstadt. Man lerne dabei extrem viele Leute kennen, sagte ein 23-Jähriger. Zudem sei es ein Kindheitstraum von ihm, draußen Pokémons zu fangen. Ähnliche Aktionen gab es auch in anderen Orten bereits.

 Das Smartphone-Spiel "Pokémon Go" ist seit 6. Juli in den USA erhältlich, in Deutschland kann die App seit Mittwoch heruntergeladen werden. Auf dem Smartphone-Display werden dabei virtuelle Monster in die reale Umgebung eingeblendet. Auf der Jagd nach den Figuren sind die Spieler allerdings häufig so in das Spiel vertieft, dass sie von ihrem Umfeld kaum etwas wahrnehmen. Aus den USA wurden ebenfalls bereits Unfälle gemeldet, die auf unaufmerksame "Pokémon"-Spieler zurückgingen.

dpa

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